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Die Aktionäre der Hamburger Linienreederei Hapag-Lloyd stimmen heute bei der Hauptversammlung über eine Kapitalerhöhung und die Fusion mit der arabischen Reederei UASC ab.

Das Eigenkapital der Hapag-Lloyd soll aufgestockt werden, um den Zusammenschluss mit der United Arab Shipping Company (UASC) durch Aktienerwerb finanzieren zu können.

Nach dem Zusammenschluss sind die bisherigen Anteilseigner von UASC mit 28 % der Aktien an der Hamburger Reederei beteiligt. Die chilenische CSAV wird künftig 22,6 % halten, der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne 14,6 %. Die Stadt Hamburg hat derzeit einen Anteil von 14,9 %. Sie will sich an der Kapitalaufstockung nicht beteiligen.

Erhofft werden sich nach der Fusion Synergieeffekte in Höhe von 435 Mio. € pro Jahr, die sich aus einer gestärkten Marktposition in den Fahrtgebieten Fernost und Mittlerer Osten, der Optimierung der Liniendienste und der gemeinsamen Schiffsflotte und Spareffekten, unter anderem beim Personal, ergeben sollen. Damit solle »ein schnelles und nachhaltiges Wachstum ohne zusätzliche kurzfristige Flotteninvestments möglich« werden, heißt es in einem Bericht an die Aktionäre.

Die neue Nr. 5 in der weltweiten Containerschifffahrt Hapag-Lloyd kommt künftig auf einen Marktanteil von 7,1 % (jetzt 4,5 %) und führt ab 2017 die im Mai gemeinsam mit Hanjin (Su?dkorea), K-Line, MOL, NYK (alle Japan) und Yang Ming gegründete Allianz »THE Alliance«.