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Sloman Neptun muss für 2016  Ergebniseinbußen vermelden. Der Gruppenumsatz sank auf 146,4 Mio. € gegenüber 164 Mio. € im Jahr zuvor. 

In einem für die Schifffahrt weiter sehr schwierigen Umfeld sei dies ein »ordentliches Ergebnis«, heißt es bei der 1873 gegründete Sloman Neptun Schiffahrts-Aktiengesellschaft.

Der Konzernbilanzgewinn habe bei 7,1 Mio. € gegenüber 9,4 Mio. € im Vorjahr gelegen. Der Überschuss reduzierte sich damit von 15,7 Mio. € auf 1,2 Mio. €. Das Eigenkapital habe sich dagegen, auch aufgrund außerordentlicher Tilgungen von Bankverbindlichkeiten, leicht um 2,7 Mio. € auf 165,9 Mio. € erhöht.

Bei einer Bilanzsumme von 315,6 Mio. € (2015: 318,5 Mio. €) sei die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2016 damit auf 52,6% gesteigen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verminderte sich von 34,4 Mio. € im Vorjahr auf 27,8 Mio. € in 2016. Zum Bilanzstichtag waren 26 eigene Schiffe bei Sloman Neptun im Einsatz.

2017 kommen drei Neubauten aus China

Das Segment Gastankfahrt bestätigte, trotz leicht nachgebenden Frachtraten, seine Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft mit einem erfreulichen Ergebnis. Alle 16 Schiffe sind im UNIGAS-Tankerpool beschäftigt.

Das Segment Chemikalien- und Produktentankfahrt (5 Schiffe) war durch deutlich schwächere Märkte gekennzeichnet. Die beiden Produktentanker MT »Sloman Themis« and MT »Sloman Thetis« werden in der Spotfahrt von der Bremer Reederei Carl Büttner betrieben. Drei weitere Schiffe – »Sloman Herakles«, »Sloman Hermes« and »Sloman Hera« fahren in einem Pool.

Ein 2011 gebautes Schwesterschiff (16.500 dwt, IMO II) sei im Berichtsjahr angekauft worden, teilte Sloman Neptun mit. Zwei weitere Schiffe dieses Typs befinden sich zur Ablieferung noch in diesem Jahr für die Reederei in China im Bau. Ein 12.000 cbm großer Äthylentanker-Neubau steht ebenfalls noch in 2017 zur Ablieferung aus Korea an. Dagegen sei ein 28 Jahre alter kleinerer Gastanker erst kürzlich zur Verschrottung in die Türkei verkauft und in diesen Wochen übergeben worden.

In der Linienfahrt vom Nordkontinent ins Mittelmeer (4 RoRo/LoLo- bzw. Mehrzweckschiffe) konnte ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes operatives Ergebnis erzielt werden. Allerdings hätten sich hier Einmaleffekte belastend auf das Ergebnis ausgewirkt, so dass insgesamt ein negatives Ergebnis erzielt worden sei, heißt es.