HHLA trauert um langjährigen Vorsitzenden Dietrich

Print Friendly, PDF & Email

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) trauert um ihren früheren Vorstandsvorsitzenden Peter Dietrich, der am Wochenende im Alter von 79 Jahren verstorben ist.

Die aktuelle Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath sprach Dietrichs Familie tiefes Mitgefühl und Anteilnahme im Namen der Belegschaft aus: »Mit unserem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Peter Dietrich hat die HHLA eine unternehmerische Persönlichkeit verloren, und der Hamburger Hafen einen zupackenden Gestalter«, sagte sie.

Dietrich stand zwischen 1992 und 2003 insgesamt zwölf Jahre an der Spitze des Hamburger Terminalbetreibers. Es war seine Idee, in Altenwerder den weitgehend automatisierten Containerterminal CTA zu errichten. Laut der HHLA trieb er außerdem gemeinsam mit dem damaligen Hamburger Ersten Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) die Entwicklung der heutigen Hafen-City voran.

»Wenn wir heute sagen, die HHLA steht auf einem soliden Fundament, dann ist dies auch der große Verdienst des Verstorbenen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HHLA werden ihn dafür in Erinnerung behalten und danken ihm.«

Angela Titzrath

Auch für das Segment Intermodal habe Dietrich den Grundstein gelegt, heißt es. Er habe frühzeitig erkannt, dass die Bahn bei den wachsenden Mengen im Containertransport eine größere Rolle spielen muss. »Folgerichtig fuhr die HHLA-Beteiligung „Polzug Polen-Hamburg-Transport GmbH“ 1992 als erstes Privatunternehmen auf staatlichen Schienen Richtung Osten«. 1995 beteiligte sich die HHLA an der tschechischen Bahngesellschaft Metrans.

Angela Titzrath würdigte Dietrich mit den Worten: »Wenn wir heute sagen, die HHLA steht auf einem soliden Fundament, dann ist dies auch der große Verdienst des Verstorbenen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HHLA werden ihn dafür in Erinnerung behalten und danken ihm.«

Abitur in der DDR

Peter Dietrich wurde am 8. April 1938 im sächsischen Wilthen geboren. Kurz nachdem er 1957 sein Abitur in der DDR abgelegt hatte, machte er sich auf den Weg in den Westen. Er arbeitete auf Rapsfeldern und im Londoner Hafen und fuhr kurzzeitig zur See. Nach dem Studium in Stuttgart und Berlin verschlug es den diplomierten Bau- und Wirtschaftsingenieur zunächst nach Nigeria.

Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Italien kam er nach Hamburg, wo der spätere HHLA-Vorstandsvorsitzende und Wirtschaftssenator Helmuth Kern auf ihn aufmerksam wurde. Seit 1977 war er Geschäftsführer der Hamburg Port Consulting.1991 übernahm er als Nachfolger von Kern den Vorstandsvorsitz der HHLA und die Leitung des UVHH.