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Der in New York gelistete, griechische Schiffseigner Diana reduziert sein Engagement in der Containerschifffahrt drastisch: Bis zu sieben seiner elf Frachter werden verkauft.

Mit einem potentiellen Käufer seien bereits einzelne Absichtserklärungen unterzeichnet worden, teilte Diana mit, ohne weitere Angaben über den Interessenten zu machen. Marktgerüchten zufolge handelt es sich um die ebenfalls griechische Reederei-Holding Poseidon, die ihrerseits mit Euroseas über eine Fusion verhandelt.

Insgesamt haben die Vereinbarungen ein Volumen von 104 Mio. $. Der Abschluss hänge davon ab, ob der Käufer eine gewisse Mindestfinanzierung gewährleisten könne, heißt es in der Mitteilung. Entsprechend könnten letztlich auch weniger als die geplanten sieben Schiffe abgegeben werden. Vor dem ersten Quartal 2018 wird jedoch nicht damit gerechnet.

»Wir denken, dass die Transaktion angesichts der derzeitigen Marktsituation attraktive Verkaufsbedingungen bietet. Der Verkauf wird unsere Bilanz stärken, das Alter unserer Flotte senken und es uns ermöglichen, auf sehr selektiver Basis moderne Schiffe zu kaufen.«

Anastasios Margaronis, gleichzeitig Präsident von Diana Containerships und Diana Shipping Inc.Diana Containerships

Um welche Schiffe es sich handelt, ist ebenfalls nicht bekannt. Klar ist hingegen, dass der Verkauf einen herben Einschnitt in die Containeraktivitäten der Diana-Gruppe bedeuten würde, die auch eine große Bulk-Flotte mit mehr als 40 Frachtern betreibt.

Für 2016 hatte die Reederei einen Verlust von 164,2 Mio. $ gemeldet – gegenüber –64,7 Mio. $ im Jahr zuvor. Allein 56,5 Mio. $ waren dabei für Wertberichtigungen für die Beteiligung an Diana Containerships fällig geworden. Im Januar war eine Kreditlinie in Höhe von 57,24 Mio. $ mit der Export-Import Bank of China vereinbart worden. Die Containerflotte besteht aus elf Schiffen mit Kapazitäten zwischen 3.400 und 6.500 TEU. Sie sind zwischen 16 und sieben Jahren alt.

Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen genutzt werden, um Kredite mit Addiewell Ltd. und Diana Shipping Inc. zurückzahlen zu können.