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Die Hartmann-Gruppe (Leer) holt sich die Investoren Breakwater Capital and Hayfin Capital Management ins Boot. Sie refinanzieren und retten die insolvente Offshore-Flotte.

Hartmann Offshore hatte für alle elf AHTS (Anchor Handling Tug Supply Vessels) Insolvenz anmelden müssen. Betroffen waren die jeweiligen Ein-Schiff-Gesellschaften, nicht jedoch die Reederei. Zuvor waren nach Informationen der HANSA Bemühungen gescheitert, die Offshore-Aktivitäten von Hartmann und E.R. Offshore von Erck Rickmers zu bündeln. Seither lief die Suche nach neuen, finanzstarken Partnern.

Mit Breakwater und Hayfin sind nun neue Investoren gefunden, die mit frischem Kapital die Schiffe aus der Insolvenz herauskaufen. Das Management verbleibt demnach bei Hartmann, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Hartmann Offshore übernimmt dabei die Bereederung, die ebenfalls zur Leeraner Gruppe gehörende UOS (United Offshore Support) sorgt künftig für die Befrachtung. Die finanzierenden Banken hätten der Vereinbarung zugestimmt.

»Wir freuen uns über diese Investition, die für eine bereinigte Bilanz und langfristig für das nötige Kapital und eine Wachstumsperspektive sorgt«, sagt Andre Groeneveld, Geschäftsführer von UOS. Bei den Namen der Offshore-Schiffe gibt es eine Änderung: Dem eigentlichen Schiffsnamen wird künftig »GH« statt »UOS« vorangestellt. Der Eigner-Wechsel soll bis Ende November vollzogen werden. Weitere Details wurden vorerst nicht bekannt.

Ende Juli hatte sich Hartmann auf Druck der finanzierenden Banken von sieben KG-Containerschiffen der 2.500-TEU-Klasse trennen müssen. Sie wurden laut Maklerangaben en bloc für 50 Mio. $ an den Londoner Investor Tufton Oceanic verkauft.