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MAN Diesel & Turbo unterstützt eine maritime Energiewende. Im Rahmen der »Our Ocean 2017« Konferenz der EU sagte das Unternehmen Preisnachlässe für Umrüstungen der globalen Schiffsflotte auf Gasantrieb zu.

Die am 6. Oktober auf Malta zu Ende gegangene »Our Ocean 2017«-Konferenz versammelte hochrangige Politiker und führende Industrielle aus der ganzen Welt, um konkrete und verbindliche Maßnahmen zum Schutz der Weltmeere zusammenzutragen. Auf Einladung von Karmenu Vella, zuständiger EU-Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei, gaben die geladenen Gäste bindende Zusagen über ihren Beitrag ab. Im Fokus standen dabei die Aktionsfelder Klimaschutz, Umweltverschmutzung auf See, nachhaltige Fischerei, maritime Sicherheit sowie Meeresschutzgebiete.

Preisnachlässe im Umfang von insgesamt 2 Mio. €

Wayne Jones, Vertriebsvorstand von MAN Diesel & Turbo, gab den Beitrag und die Motivation des Unternehmens bekannt: »Saubere Ozeane und ein gesundes maritimes Ökosystem liegen so sehr im Interesse von MAN Diesel & Turbo wie der gesamten Menschheit. Es ist Zeit, Lösungen für eine umwelt-freundliche Schifffahrt und maritime Logistik endlich weltweit umzusetzen, es ist Zeit für eine ›Maritime Energiewende‹«, so Jones.

MAN hatte vor wenigen Wochen den weltweit ersten Retrofit eines mit Schweröl betriebenen Containerschiffs auf den umweltfreundlicheren Antrieb mit Erdgas abgeschlossen. »Wir wollen mehr Reeder ermutigen, diesem Beispiel zu folgen. MAN Diesel & Turbo sichert daher Preisnachlässe im Umfang von insgesamt 2 Mio. € für die Durchführung von zehn solcher Umru?stungen zu«, erklärte Jones im Plenum der Konferenz. Damit wolle MAN Diesel & Turbo einen Beitrag dazu leisten, die bestehende Weltflotte mit der umweltverträglicheren Technologie auszustatten.

»Maritime Energiewende«

Inspiriert vom Erfolg der Energiewende auf dem Strommarkt, setzt sich MAN Diesel & Turbo seit 2016 für eine »Maritime Energiewende« ein. Dabei geht es um eine weltweit gültige stärkere Regulierung der Emissionen in der Schifffahrt. Durch den Umstieg auf LNG als Schiffstreibstoff können schädliche Stickoxid- und Schwefelemissionen nahezu vollstän-dig eliminiert und der CO2-Ausstoß deutlich gesenkt werden.

Durch die Herstellung synthetischen LNGs aus erneuerbaren Energien könnten in einem zweiten Schritt auch die CO2-Emissionen vollständig abgestellt werden. MAN Diesel & Turbo mache sich für ein geschlossenes Vorgehen von nationalen Regierungen, der IMO als weltweitem Regulierer und der globalen Schiffsindustrie stark, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Bereits seit 2014 setzt sich die Our Ocean-Konferenzreihe für den Schutz der Weltmeere ein und konnte seither mehr als 250 konkrete Schutzzusagen im Wert von über 8,2 Mrd. € einsammeln und insgesamt 9,9 Mio. km² Ozean in Meeresschutzgebiete umwidmen (weitere Informationen)