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Die internationale Schifffahrt sorgt sich um die Sicherheit nahe dem Golf von Aden – allerdings nicht wegen Piraten, sondern wegen des Krieges im Jemen. Große Verbände haben deshalb jetzt neue Empfehlungen herausgegeben.

Zu den Initiatoren der jüngsten Sicherheitswarnung gehören der internationale Reedereiverband ICS, die Branchen-Organisation Intertanko und die Organisation Bimco. Schiffseigner und Seeleute sollten sich der »neuen« Gefahren im südlichen Roten Meer und in der Region der Meerenge Bab al-Mandeb genau bewusst sein, heißt es in dem Rundschreiben.

»Die EU-Verbund NavFor und die Combined Maritime Forces (CMF) weisen auf große Gefahren hin, die über das bekannte Risiko der Piraterie in der Region hinausgehen. Dazu zählen Seeminen und andere improvisierte Sprengstoff-Waffen«, so ICS, Bimco und Intertanko. Man habe erkannt, dass diese Gefahren sehr real seien. »Allein im Januar gab es zwei Vorfälle«, sagte Bimco-CEO Angus Frew, ohne weitere Details zu nennen.

Eine der Empfehlungen ist, den Sicherheitskorridor zu nutzen und sich bei den in der Region aktiven Projekten MSCHOA und UKMTO zu registrieren – alles Maßnahmen, die im Zuge der Piraterie-Bekämpfung aufgesetzt und sehr viel genutzt worden waren.

Empfehlung als Download

Das komplette Empfehlungsschreiben kann auf den Internetseiten der Organisationen oder über diesen Link eingesehen werden: Jemen-Konflikt

Im Jemen herrscht seit Jahren ein verheerender Bürgerkrieg zwischen rivalisierenden Volksgruppen. Durch die direkte und indirekte Einflussnahme regionaler Mächte wie Saudi-Arabien und Iran hat sich der Konflikt zu einem Stellvertreterkrieg ausgeweitet, der die gesamte Region destabilisiert. »Ein Ende der Militäroperationen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar«, heißt es dazu vom Auswärtigen Amt.