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Der dänische MPP-Operator Thorco erweitert sein Team für die neue Drybulk-Tochter.

Rund drei Monate nach der Gründung sei die Erweiterung nötig, weil das Geschäft gut anlaufe, sagte CEO Thomas Mikkelsen in einer Mitteilung. Nach der Expansion in Frankreich und Italien kurz vor dem Jahreswechsel steht nun ein Ausbau in Houston und Rio de Janeiro an.

Mikkelsen, Thorco
Thorco-CEO Thomas Mikelsen (Foto: Thorco)

Dort kümmern sich ab sofort Morten Thaarup beziehungsweise Michael Jorgense und Jean Noronha um die noch jungen Bulk-Aktivitäten. »Alle drei haben viel lokales Knowhow. Außerdem können wir so die US-amerikanischen und brasilianischen Märkte besser bearbeiten und wollen unsere Position im Atlantik-Verkehr stärken«, so Mikkelsen weiter.

Der Hauptgrund für den als »großer Erfolg« bezeichneten Start der neuen Sparte liegt seiner Ansicht nach in der möglichen Kombination mit den MPP- und Projektaktivitäten der Reederei.

Die neue Tochter soll sich auf größere Schiffe im Segment zwischen 20.000 und 35.000 tdw fokussieren, dem Vernehmen nach sind es mittlerweile rund ein Dutzend Charterschiffe. »Thorco Projects Dry Cargo« ist bereits die zweite Bulk-Initiative der Dänen. Zuvor war »Thorco Bulk« gegründet worden. Bislang war die Tochter des Mischkonzerns Thornico vor allem mit MPP-Carriern im Bereich bis 20.000 tdw aktiv.

Im MPP-Markt gilt Thorco trotz einiger Umstrukturierungen noch immer als ein wichtiger Player. Beim Rückgriff auf Bulk-Ladungen ist Thorco nicht alleine. Auch viele andere MPP-Carrier nehmen Massengutladungen in die Bücher, um das schwache MPP-Aufkommen halbwegs ausgleichen zu können. Dabei konkurrieren sie allerdings mit den niedrigen Raten im klassischen Bulk-Segment. Die dort aktiven Reedereien stoßen ihrerseits – wie auch Containerlinien – angesichts der Nachfrage-Probleme immer wieder in den Breakbulk-Markt.

Thorco-CEO Thomas Mikkelsen bestätigte schon bei der Gründung Anfang Dezember 2017, dass es seit einigen Jahren einige Überlappungen zwischen dem MPP- und dem Bulk-Markt für kleinere Handysize-Schiffe gibt. »Wir sehen steigende Nachfrage und wollen diese bedienen.«

Thorco betreibt nach eigenen Angaben eine Flotte von MPP-Schiffen. Sie haben allerdings eine maximale Tragfähigkeit von 19.000 t. In der Befrachtung will man auch weiterhin allein auftreten. Kooperationen wie Pools sind für das Drybulk-Geschäft nicht geplant, hieß es seinerzeit gegenüber der HANSA.

 

Quelle: Toepfer Transport