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Angesichts weiter zunehmenden Welthandels legt offenbar auch der Containerumschlag zu – zumindest verzeichnete der Index der Institute RWI und ISL ein kräftiges Plus.

Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik mitteilten, ist der Wert im Januar gegenu?ber dem vom Dezember von (revidiert) 131,9 auf 134,4 gestiegen. »Das ist einer der höchsten monatlichen Zuwächse in der elfjährigen Geschichte des Index. Dies weist darauf hin, dass der Welthandel weiterhin spürbar zunimmt. Allerdings ist bei der Interpretation insofern Vorsicht geboten, als der Einfuss des chinesischem Neujahrsfestes, das in diesem Jahr seht spät beginnt, möglicherweise erst vollständig sichtbar wird, wenn auch die Angaben für Februar vorliegen«, schreiben die Institute in ihrem jüngsten Bericht.

Neue Häfen im Index

Wie in der Vergangenheit hatten die Analysten zu Jahresbeginn die Berechnung des Index aktualisiert. Es wurden sechs Häfen zusätzlich aufgenommen: Alexandria (Ägypten), Rio Grande do Sul (Brasilien), Cartagena (Kolumbien), Bandas Abbas (Iran), Piräus (Griechenland) und Sines (Portugal).

Der Index enthält nunmehr die Angaben zum Containerumschlag von 88 internationalen Häfen, auf die rund 60 % des weltweiten Containerumschlags entfallen. Die Schnellschätzung für Januar stützt sich auf Angaben von 44 Häfen, die gut drei Viertel des im Index abgebildeten Umschlags tätigen.

»Im Verlauf steigt er aufgrund dieser Erweiterung etwas kräftiger. Dies erklärt die Anhebung des Index für Dezember 2017 um 1,3 Punkte gegenüber der vor einem Monat veröffentlichten Schnellschätzung«, heißt es weiter. Im Jahresdurchschnitt 2017 liegt der Index einschließlich der neuen Häfen um 1,1 Punkte u?ber den bisherigen Berechnungen. Die zuletzt etwas höhere Dynamik führe dazu, dass in saisonbereinigter Betrachtung die Veränderungen des Index nun etwas enger mit denen des Welthandels korreliert sind.