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Die Containerlinienreederei Hapag-Lloyd, Nr. 5 im Weltmarkt, schraubt aufgrund der Marktentwicklungen ihre Prognosen für das Geschäftsjahr zurück. Auch ein Personalabbau ist unumgänglich.

»Auf Basis der Entwicklung der ersten fünf Monate und des erwarteten weiteren Geschäftsverlaufs hat der Vorstand der Hapag-Lloyd AG heute beschlossen, den bisherigen Ausblick für das Konzern-EBIT und das Konzern-EBITDA des laufenden Geschäftsjahres 2018 (bisheriger Ausblick für beide Kennzahlen: deutlich steigend) anzupassen«, teilte der börsennotierte Carrier jetzt mit.

Auch wegen der anhaltenden Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Frachtraten in der bevorstehenden Peak Season geht die aktualisierte Jahresprognose nunmehr von einem EBIT in einer Bandbreite von 200 bis 450 Mio. € aus. Im vergangenen Jahr waren es noch 410,9 Mio. €. Das EBITDA soll zwischen 900 Mio. und 1,15 Mrd. € liegen – 2017 waren es 1,054 Mrd. €.

Als Ursache für die pessimistischere Prognose werden die »seit Anfang dieses Jahres unvorhergesehen stark gestiegenen und auch weiterhin steigenden operativen Kosten« genannt. Vor allem Treibstoffkosten und Charterraten, kombiniert mit sich langsamer als erwartet erholenden Frachtraten, bereiten den Verantwortlichen am Hamburger Ballindamm Kopfschmerzen. Diese Entwicklungen können der Mitteilung zufolge nicht vollständig durch bereits initiierte Maßnahmen zur Kosteneinsparung kompensiert werden. Dazu dürfte auch der bekannt gewordene Stellenabbau gezählt werden. Dem Vernehmen nach sollen 160 Stellen eingespart werden, nachdem es in den vergangenen Monaten bereits einen Einstellungsstopp und Arbeitsverlagerugen gegeben hatte.