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Die Fährreederei Baleària will 60 Mio. € investieren, um fünf ihrer Fähren für den Betrieb mit LNG umzubauen. 

Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen die Schiffe umgerüstet werden. Betroffen sind die Schiffe »Nápoles«, »Abel Matutes«, »Sicilia«, »Bahama Mama« und »Martín i Soler«. Der Einsatz von LNG auf diesen fünf Schiffen soll die Jährlichen Emissionen um mehr als 45.000 t CO2 und 4.400 t Stickoxide (NOx) reduzieren und Schwefel- und Partikelemissionen vollständig beseitigen. Als erstes wird die »Nápoles« umgebaut, das Projekt soll noch in diesem Jahr während der Witermonate umgesetzt werden.

Foto: Balearia

Erst Anfang 2018 hatte die Reederei die beiden Fähren »Nápoles« und »Sicilia« von der schwedischen Reederei Stena sowie die Schnellfähre »Jonathan Swift« von Irish Ferries gekauft.

Baleària befindet sich aktuell in einem Flottenerneuerungsprozess. Die Reederei lässt zwei gas-betriebene Fähren beim italienischen Schiffbauer Cantiere Naval Visentini fertigen. Zudem hat das Schifffahrtsnternehmen vier umweltfreundliche Schnellfähren bei Gondan in Auftrag gegeben, von denen die erste im vergangenen Jahr in Betrieb gegangen ist.

Baleària arbeitet seit 2021 an Projekten in Zusammenhang mit LNG und gehört zu den Gründungsmitgliedern des spanischen Verbands GASNAM, der sich für den Einsatz von Erdgas in der Mobilität einsetzt. Es bestehen strategische Vereinbarungen mit dem Gaslieferanten Naturgy für zehn Jahre sowie mitg Rolls-Royce und Wärtsilä für die Gasmotoren. Auf dem Schiff »Abel Matutes« ist seit letztem Jahr ein LNG-Generator im Einsatz, seit 2015 läuft ein LNG-Schulungsprogramm für das Reedereipersonal.