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Foto: Chipolbrok
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Die Mehrzweck- und Schwergutschifffahrt ist bekannt für eindrucksvolle Ladungen und aufwendige Stau-Pläne. Ein Beispiel war jetzt auf einem Frachter der Reederei Chipolbrok zu sehen, der unter anderem nach Wismar kam.

Anfang Juli hatte die Reise der »Chipolbrok Atlantic« in Zhangjiagang in China begonnen. Dort, in Shanghai und in Nantong am Yangtse-Fluss ließ die Gemeinschaftsreederei Chinese-Polish Joint Stock Shipping Co. diverse Ladungen an Bord nehmen. 2016 in China in Dienst gestellt, sei dieser Schiffstyp gemeinsam mit drei Schwesterschiffen speziell für den Transport von überlanger und schwerer Projekt- und Stückgutladung konzipiert worden, heißt es seitens Chipolbrok: ausgestattet mit Krankapazitäten bis 700 t, 52,50 m langen Laderäumen und einer durchgehenden Decksfläche von rund. 2.200 m².

Beladen mit Stahl, Docktoren, diversem Stückgut und drei Binnenschiffskaskos, führte die Reise auf dem Jangtze-Fluss vorbei an Shanghai und um das Kap der Guten Hoffnung zunächst nach Rotterdam. Durch die Beeinträchtigung der Sichtachse von der Kommandobrücke war eine Passage des Suez-Kanals nicht möglich.

Im ersten Löschhafen eingetroffen, wurden zuerst die bis zu 700 t schweren Kaskos mit Hilfe eines Schwimmkrans vom Deck des Schiffes gehoben und zu Wasser gelassen. Anschließend wurden die Docktore (sowie weitere Stückgüter) mit einem Stückgewicht von 482 t und den Maßen 32,10 x 7,10 x 14,20 m mit Hilfe zweier Bordkräne gelöscht.

Am 1. September traf das Schiff schließlich in Wismar ein, wo es einen Tag auf Reede liegen musste, um auf das Freiwerden seines Liegeplatzes 12 zu warten. Angesichts der Größe des Frachters und der Kapazitäten in Wismar war eine sorgfältigen Planung nötig. Zwei Lotsen und drei Schlepper waren letztlich beteiligt. Zum besseren Manövrieren mussten zunächst die gegenüberliegenden Plätze 8/9 frei sein.

Nach dem Löschen von 7.055 t Stahl legte die »Chipolbrok Atlantic« wieder ab, mit Kurs Westeuropa. Von Wismar führt die Reise unter dem Kommando von Kapitän Liu Jun, der aus der Inneren Mongolei ohne jeden Zugang zum Meer stammt, in Ballast nach Antwerpen, wo sich eine neue Beschäftigung via St. Petersburg nach Indien und Fernost anschließt.