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Die Scorpio-Gruppe von Emanuele Lauro, die sowohl Bulker als auch Tanker betreibt, will rund 300 Mio. $ für den Einbau von Scrubbern ausgeben. Die gesamte Flotte von 146 Schiffen soll umgerüstet werden.

Die Kosten sollen zu 60% bis 70% aus Krediten finanziert werden, der Rest stammt aus Eigenkapital. Bei Kosten von 1,5–2,2 Mio. $ pro Anlage dürfte es sich um eine Summe von mindestens 60 Mio. $ handeln. Die Ausrüstung soll noch vor Inkraftreten der neuen Schwefelobergrenzen im Kraftstoff zum 1. Januar 2020 erfolgen.

Nach Angaben von Scorpio ist der Retrofit von insgesamt 90 Tankern (MR, LR1 und LR2) und 56 Bulkern zwischen dem 2. Quartal 2019 und dem 3. Quartal 2020 geplant. Unternehmenschef Lauro lässt sich dabei von zwei Gründen leiten: Zum einen werde die eigene Flotte nach der Installation von Scrubbern über Wettbewerbsvorteile verfügen.

Insbesondere für die Tankersparte erwartet er eine steigende Nachfrage für den Transport von Mineralöl-Produkten, da die meisten anderen Reedereien nach 2020 die neuen schwefelarmen Kraftstoffe verwenden dürften.