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Die Commerzbank macht beim Ausstieg aus der Schiffsfinanzierung weiter Tempo und hat ihr Kreditportfolio binnen eines Jahres von 4,2 Mrd. € auf inzwischen nur noch 1,1 Mrd. € reduziert.

Mit jedem Quartal rückt der finale Ausstieg aus der Schiffsfinanzierung näher. Zu Hochzeiten 2008 und 2009 waren es 23 Mrd. € im Portfolio – die Commerzbank stand damals hinter der HSH Nordbank auf Platz 2 unter den deutschen Schiffsfinanzierern. 2012 hatte der Vorstand den endgültigen Ausstieg beschlossen, seither wird radikal abgebaut.

Im abgelaufenen 3. Quartal sank das Volumen in der Schiffsfinanzierung noch einmal um 300 Mio. € von 1,4 auf 1,1 Mrd. €. Das Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (0,4 Mrd. €), Tanker (0,2 Mrd. €) und Bulker (0,2 Mrd. €) zusammen. Das restliche Portfolio beinhalte Spezialtonnage mit einer hohen Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente.

Das Segment Asset & Capital Recovery (ACR), in dem die verbliebenen Schiffskredite geführt werden, hat nach neun Monaten des Jahres ein operatives Ergebnis von 90 Mio. € (9M 2017: –210 Mio. €) erwirtschaftet. Das Ergebnis spiegele sowohl die reduzierte Portfoliogröße des Abbausegments als auch die Neubewertung des Schiffsfinanzierungsportfolios nach einem Fair-Value-Ansatz gemäß IFRS 9 wider, heißt es im aktuellen Quartalsbericht. Die Erträge lagen bei 135 Mio. € (9M 2017: 146 Mio. €).

Insgesamt vermeldet die Bank nach dem 3. Quartal ein operatives Neunmonatsergebnis von 1 Mrd. € und Konzernergebnis von 751 Mio. €. Die harte Kernkapitalquote lag bei 13,2% und konnte gegenüber Juni 2018 (13,0 %) leicht verbessert werden.