Carrier Transicold Naturaline reefer container
Foto: Carrier Transicold
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FRoSTA, ein Hersteller von Tiefkühlprodukten, und das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), haben das Forschungsprojekt LoKo-TK zur Optimierung der Distributionslogistik für Tiefkühlprodukte abgeschlossen. Bei der Kooperation verschiedener Anbieter gibt es verbesserungsbedarf.

In Norddeutschland sind viele Hersteller von Tiefkühl- und Frischeprodukten angesiedelt, die ihre Distributionslogistik bislang unabhängig voneinander planen und abwickeln – trotz Produktionsstätten in räumlicher Nähe sowie gleicher Kundenstruktur und damit ähnlichen Lieferwegen.

Durch die Kooperation zwischen zwei oder mehr Produzenten von Tiefku?hlkost könnte eine bessere Auslastung des Frachtraums von Lieferfahrzeugen erreicht werden. »Somit war bereits im Vorfeld des Projekts LoKo-TK (LoKo = Logistik Kollaboration) offensichtlich, dass in der Distributionslogistik fu?r Tiefku?hlwaren ungenutzte Synergien schlummern, von denen Endverbraucher wie CO2-Bilanzen profitieren wu?rden«, so die Partner.

Seit Januar 2017 haben sich FRoSTA und das ISL als Partner mit Förderung der BIS Bremerhaven im Forschungsprojekt LoKo-TK dieser ungenutzten Potenziale angenommen. LoKo-TK, welches im Dezember 2018 erfolgreich abgeschlossen wird, untersuchte unterschiedliche Lösungsansätze um Kooperationen im Bereich der Logistik zwischen zwei oder mehr Unternehmen zu entwickeln oder bestehende Kooperationen zu optimieren, um somit mittelfristig die CO2-Emissionen zu senken und Frachtraum besser zu nutzen.

Strategische Planung mittels Software-Tool

Das ISL entwickelte gemeinsam mit der FRoSTA ein Software-Tool, dass beim Aufbau und Nutzung eines gemeinsamen Distributionsnetzes assistiert, indem es die benötigten unternehmensu?bergreifenden Daten automatisch auswertet. Die Ergebnisse können dann im Rahmen neuer Kooperationspartnerschaften operativ umgesetzt werden. So soll innovativere Dienstleistung geschaffen werden.

»Die im Projekt entwickelte Software mit Namen LoKoST unterstu?tzt strategische Planungen zur Zusammenarbeit, indem sie durch Auswertung unternehmensu?bergreifender Daten wichtige Informationen liefert. Auf dieser Informationsgrundlage können dann in Kooperationspartnerschaften kosteneffiziente Transportströme geplant werden.« – so FRoSTA-Projektleiter Thorsten Heitland.

Anhand von Sendungsdaten mehrerer Unternehmen mit mehreren Ladestellen könnten verschiedene mögliche Szenarien berechnet werden. Diese Daten seien fu?r die Simulation nicht durch andere einsehbar oder herleitbar. Das Ergebnis sei eine klare und skalierbare Darstellung der zu erwartenden Vorteile fu?r Hersteller, Kunden und Klima, heißt es.