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Der erste Versuch von Angeliki Frangou, ihre Containersparte an die Börse in New York zu bringen, war gescheitert. Jetzt folgt für Navios Maritime Containers der zweite Anlauf.

Es war im September ein klassischer Fehlstart: Die Investoren in New York hatten kein Interesse an den Aktien des Container-Ablegers von Navios im Wert von 121 Mio. $ gezeigt. Schuld war vor allem die schlechte Stimmung an den Schifffahrtsmärkten. Aus dem gleichen Grund hatten zuvor bereits die Bulker-Reederei GoodBulk und die Tankerreederei Product Shipping ihre geplanten Börsengänge abgesagt.

Nun aber soll es gelingen: Die Abmeldung vom OTC Market in Oslo ist bereits erfolgt, ab dem 10. Dezember sollen die Papiere von Navios Maritime Containers stattdessen am Nasdaq Global Select Market unter der Namen NMCI gehandelt werden.

Die Securities and Exchange Commission habe am späten Freitag der Notierung zugestimmt, teilte das Unternehmen mit. Navios Maritime Containers wurde dafür in eine Limited Partnership (Kommanditgesellschaft) umgewandelt, um den Einstieg von Investoren zu erleichtern. Mit Navios Maritime Partners hat eine andere Gesellschaft aus Frangous Gruppe bereits 855.050 Aktien übernommen und hält somit 33,5% der Anteile.

Navios Maritime Containers, im April 2017 von Angeliki Frangou als Börsenvehikel gegründet, betreibt eine Flotte von 26 Containerschiffen. Mit dem an der Börse erzielten Erlös sollte die Übernahme von fünf weiteren Einheiten finanziert werden: Dabei handelt es sich um die »Hyundai Hongkong« (6.800 TEU, Baujahr 2006) von der Schwestergesellschaft Navios Maritime Partners für für 36 Mio. $ sowie um vier 10.000 TEU-Einheiten, die für kolportierte 244 Mio. $ von Capital Maritime and Trading, einem Unternehmen von Evangelos Marinakis, übernommen werden sollen. Die Transaktionen standen noch unter Vorbehalt.

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