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Die Geschäftsruhe in Fernost sorgt für Flaute an den Märkten: Capesize-Bulker sind jetzt bei unter 8.000 $ pro Tag angekommen.

Wie zu befürchten war, haben die Feiertage in China die Frachtenmärkte diese Woche schwer belastet. In quasi allen Segmenten vom Großbulker bis zum einzelnen Container standen die Raten unter erheblichem Druck.

Nach dem Einbruch der Vorwoche ging der Bulker-Spotmarkt diese Woche noch tiefer in die Knie, der Baltic Dry Index gab auf Wochensicht um 44 auf 601 Punkte nach. Den schwersten Rückschlag kassierten die Capesize-Bulker, deren Durchschnittsrate im Zeitcharter-Trip-Geschäft um 11% auf 7.911 $/Tag fiel. Die Zahl der Fracht- und Charterabschlüsse fiel sowohl im Atlantik als auch Pazifik deutlich geringer aus, die täglichen Fixture-Reports der Broker brachten es mitunter nur auf halb so viele Abschlüsse wie sonst üblich.

Vor diesem Hintergrund ging es auch für die kleineren Frachter mit eigenem Geschirr weiter nach unten: Supramax-Bulker und Handysize-Typen (38.000 tdw) verzeichneten ein Minus von je rund 6% gegenüber der Vorwoche auf durchschnittlich nur noch 4.870 und 5.783 $/Tag. Nur die Panamaxe (82.000 tdw) konnten sich trotz dem ruhigen Umfeld behaupten und ihre Durchschnittsrate im Trip-Business leicht um 2% auf 6.128 $/Tag steigern.

Containerschiffe fangen sich, Tankereinnahmen sinken

Am Markt der Rohöltanker purzelten die Spot-Einnahmen in allen Größenklassen um mehrere Tausend Dollar. Am härtesten traf es die VLCC mit einem Einbruch von durchschnittlich 26.700 auf nur noch 18.600 $/Tag – den niedrigesten Stand seit Monaten. »Das Spot-Angebot an Schiffen ist stark aufgebläht, und die Befrachter lassen es ruhig angehen«, kommentierte ein Makler die Lage im Persischen Golf. Suezmaxe und Aframaxe erlitten nicht ganz so drastische Einbußen. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen quer über alle Fahrtgebiete sanken um 2.300 auf 21.200 $ für Suezmaxe und um 4.000 auf 18.600 $ für Aframaxe.

Der Chartermarkt für Containerschiffe verzeichnete Maklern zufolge eine relativ hohe Aktivität, was darauf hoffen lasse, dass es in den kommenden Wochen nach oben geht. Nur Postpanamax-Schiffe erzielen dank der knappen Verfügbarkeit bereits steigende Raten. So soll es für Frachter mit Behälterkapazitäten von 5.500 TEU diese Woche einen Sprung um mehrere Tausend Dollar gegeben haben. Der Londoner Makler Howe Robinson hob seine Charter-Bewertung für dieses Segment um 31% an. (mph)