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Oldendorff Carriers hat sich Partner für die Entwicklung und Zertifizierung des Inventory of Hazardous Materials (IHM) für ihre Flotte gesucht. Mit dem Inkraftttreten der EU-Schiffsrecyclingverordnung (EU SRR) könnten die Kapazitäte bei den Experten knapp werden.

Ab Ende 2020 schreibt die EU SRR vor, dass alle Schiffe mit EU-Zielhäfen oder EU-Flagge ein zertifiziertes Inventory of Hazardous Materials (IHM) an Bord haben müssen. Bei Oldendorff rechnet man damit, dass angesichts der 30.000 bis 40.000 betroffenen Schiffe die Kapazitäten auf Seiten der IHM-Experten in naher Zukunft knapp werden.

Oldendorff Carriers hat GSR Services und Korean Register (KR) als IHM-Partner ausgewählt. »Dieser proaktive Ansatz stellt sicher, dass unsere Flotte für unsere Besatzung sicher ist, dass die EU-Fristen rechtzeitig eingehalten werden und dass wir ab 2021 Strafen beim Betreten von EU-Häfen vermeiden«, sagt Nils-Ole Vollmer, Junior-Projektmanager der Oldendorff Carriers Fleet Projects Abteilung.

GSR Services bietet IHM-Dienstleistungen in den wichtigsten Häfen über ein Netzwerk zertifizierter Experten (USA, EU, China, Südkorea, Russland, Indien und Bangladesch) an. Durch den Einsatz der IHM-Applikation von NautilusLog soll zudem die Erstellung von IHMs wesentlich schneller und kostengünstiger werden, heißt es. Durch die Verwendung von NFC-Tags werde zusätzlich das On-Board-Tracking und die IHM-Wartung durch den Eigentümer ermöglicht, was bei der Zertifizierung von IHMs erforderlich sei.

Ab dem 31. Dezember 2018 müssen Neubauten unter der Flagge eines EU-Mitgliedstaates ein zertifiziertes IHM an Bord mitführen. Für im Betrieb befindliche Schiffe unter der Flagge eines EU-Mitgliedstaates ist das IHM ab dem 31. Dezember 2020 erforderlich.