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2018 wurde bei der Verschrottung von Bulkern, Containerschiffen und kleineren Trockenfrachtern der niedrigste Stand seit 2012 verzeichnet. Rekordzahlen gab es dagegen bei Offshore-Schiffen und Tankern.

Im Gesamtjahr 2018 wurden 656 Schiffe abgewrackt, deutlich weniger als 2017 (755) und 2016 (811). Der Verschrottungspreis in $ pro LWT, der mit dem Preis für Rohstahl korrelliert, stieg im Laufe des Jahres 2017 an, die meisten Abwrackungen habe es jedoch in einer Phase stabiler Preise gegeben, berichtet der Branchendienst VesselsValue.

Verschrottung
© VesselsValue

Bei Tankern sei im vergangenen Jahr vor allem ältere Tonnage aus dem Markt genommen worden. Dagegen sei die Zahl der verschrotteten Containerschiffe im Vergleich zu den Vorjahren stark zurückgegangen. Hauptgrund: Die Abwrackwerften seien mit anderen Schiffstypen ausgelastet gewesen.

Das Bild bestätigt sich auch mit Blick auf die deutsche Flotte: Nach einer Rekordzahl von 99 Verschrottungen im Jahr 2016 waren es 2017 immerhin 51 Schiffe, im vergangenen Jahr wurden dagegen nur noch 15 Einheiten aus dem Markt genommen.

Verschrottung
© VesselsValue

Hohe Verschrottungszahlen könnten sich auch in diesem Jahr positiv auf den schwächelnden Offshore-Sektor auswirken, heißt es bei VesselsValue. Größter Kunde der Recyclingwerften sei daher nicht zufällig das US-Unternehmen Tidewater gewesen, das allein 21 Schiffe verschrottet habe. Auf Platz 2 folge der südkoreanische Eigentümer Sinokor mit 11 Schiffe, gefolgt von Nordic American Tankers mit 10 Einheiten.

Ein Wermutstropfen für die Reedereien. Viele der Schiffe würden weit unter dem vor 2014 möglichen Preis verkauft.

 

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