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Das Kreuzfahrtschiff »Viking Sky« ist mit 1.300 Menschen an Bord vor der norwegischen Küste in Seenot geraten. Nach einem Maschinenausfall wird es evakuiert.

Die »Viking Sky« treibt bei starkem Wellengang in den als gefährlich geltenden Hustadvika-Gewässern. Der südnorwegische Rettungsdienst erklärte, das Schiff habe wegen Maschinenproblemen bei widrigen Wetterbedingungen einen Notruf abgesetzt und treibe in Richtung Küste.

Mehrere Hubschrauber und Schiffe seien auf dem Weg in das Gebiet, teilte die Polizei der norwegischen Provinz Møre og Romsdal mit. Die ersten knapp 400 Passagiere wurden bereits sicher an Land gebracht.

Unterdessen vermeldet die Polizei einen zweiten Seenotfall. Auch der norwegische Frachter »Hagland Captain« (4.700 tdw), der zu Hilfe eilen wollte, vermeldete einen Maschinenausfall und Schlagseite. Nach einer Notankerung wurde die neunköpfige Besatzung ebenfalls per Helikopter von Bord des 90 m langen Schiffes gebracht.

Die Hustadvika-Gewässer liegen bei Kristiansund zentral vor der Westküste Norwegens und gelten als gefährliches Seegebiet, in dem schon häufiger Schiffsunfälle passiert sind. Das Gebiet ist seicht und weist zahlreiche kleine Inseln und Untiefen auf.

Viking Sky, fincantieri
Die »Viking Sky« (Foto: Fincantieri)

Die »Viking Sky« (48.000 BRZ) der US-Reederei Viking Ocean Cruises wurde von Fincantieri gebaut und erst vor gut zwei Jahren abgeliefert. Das von Lloyds Register klassifizierte Kreuzfahrtschiff fährt unter norwegischer Flagge, ist 228 m lang und knapp 29 m breit. Heimathafen ist Bergen (Norwegen).