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Singapurs Terminalflaggschiff PSA International muss trotz Umschlagwachstum einen Gewinnrückgang verkraften. 2019 dürfte »herausfordernd« sein, teilte der Konzern heute mit.

Der Konzern mit 50 Terminals in 17 Ländern bestätigte heute das schon zu Jahresbeginn angekündigte Umschlagplus von 9,1% auf 81 Mio. TEU. Allein am wichtigsten Standort Singapur waren es 2018 insgersamt 36,31 Mio. TEU, was einem Anstieg um 8,9% entspricht. Im Ausland – unter anderem in Antwerpen – betrug das Plus sogar 9,3%.

Zwar stieg der Umsatz um 3% auf umgerechnet 3,03 Mrd. $ und das Betriebsergebnis lag »auf dem Niveau des Vorjahres«. Im Ergebnis musste allerdings ein Minus von 2,3% auf 1,20 Mrd. $ verzeichnet werden. Begründet wird der Verlust »teilweise mit höheren Abschreibungen«. Sie stiegen in der Tat um 8,8% auf 492 Mio. $.

Die Containerterminals in Singapur sind die größten von PSA International
Die Containerterminals in Singapur sind die größten von PSA International. Foto: PSA International

»2018 war ein Jahr des ständigen Wandels, das von den negativen Auswirkungen der globalen wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheit, eskalierenden Handelskriegen und anhaltenden operativen Herausforderungen in der Schifffahrtsindustrie aufgrund von Überkapazitäten, niedrigen Frachtraten und steigenden Treibstoffkosten geprägt war«, sagte Chairman Fock Siew Wah. PSA verpflichte sich, weiterhin in Anlagen und Angebote zu investieren.

»Auf unserem Weg ins Jahr 2019 bleiben die Aussichten herausfordernd, da die sich abschwächende Weltwirtschaft und die vorherrschenden protektionistischen Ansichten wahrscheinlich ihre Spuren im Welthandel hinterlassen werden«, so Fock Siew Wah weiter. Dennoch wolle man weiter in Häfen investieren. Auch der Einstieg in neue Standorte ist eine ernstzunehmende Option. Jüngstes Beispiel für die Expansionsbestrebungen ist der geplante Einstieg im Ostsee-Hub Gdansk.

Konzern CEO Tan Chong Meng kündigte an, nicht nur das Hafengeschäft auszubauen, sondern die Aufmerksamkeit auch auf andere Segmente in der Lieferkette zu erweitern. Weitere Details gab er allerdings nicht preis.

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