Der Frachter kollidiert mit dem Brückenpfeiler
Der Frachter kollidiert mit dem Brückenpfeiler. © Yonhap
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Der russische Frachter »Seagrand« ist frontal in eine Autobahnbrücke im südkoreanischen Busan gefahren. An Schiff und Bauwerk entstanden Sachschäden. Ermittler der koreanischen Küstenwache prüfen derzeit die Unglücksursache, verletzt wurde niemand.

Nach Angaben der Polizei von Busan hat der 9.700 dwt große Frachter das Unterteil der Gwangan-Brücke getroffen, nachdem er zuvor schon gegen ein im Hafen festgemachtes Kreuzfahrtschiff geraten war. Nach dem Zusammenstoß soll sich das Schiff vom Tatort entfernt haben.

Der Steven der »Seagrand« traf den Boden eines Brückenpfeilers, woraufhin der Mast abbrach. Die Fahrer auf der Autobahnbrücke hielten kurz inne und setzen dann ihre Fahrt fort. Aufnahmen eines Videos zeigen, dass Stahlkonstruktion für den Brückenpfeiler durch den Aufprall erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Es ist von einem 2 m langen Loch in einem der Stahlträger die Rede.

Nach dem Zusammenstoß gingen Mitarbeiter der Küstenwache an Bord der »Seagrand« und führten einen Blutalkoholtest durch. Den Angaben zufolge hatte der Kapitän 0,86 Promille im Blut, die dreifache Menge des laut südkoreanischem Recht erlaubten Wertes von 0,3 Promille. Es sei aber nicht klar, ob er bei dem Unglück die Wache hatte. Die übrigen Crewmitglieder hätten keine Anzeichen von Trunkenheit gezeigt, hieß es.

Lokale Medien berichteten, dass über Funk versucht worden war, die »Seagrand« auf einen sicheren Kurs zu bringen. Die Kommunikation gestaltete sich demnach jedoch als schwierig, da der Kapitän des russischen Schiffes, das sich auf der Reise nach Wladiwostok befand, nicht in der Lage gewesen sei, richtig Englisch zu sprechen.