Hanseatic P&I
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Der P&I-Anbieter Hanseatic Underwriters arbeitet künftig mit der American Insurance Group (AIG) zusammen. Der US-Versicherer übernimmt Schäden bis 50 Mio. $.

Die Vereinbarung gilt seit 1. April. AIG löst ein Konsortium von acht Lloyd’s-Syndikaten ab. Erst für die zweite Haftungsstrecke ab 50 Mio.$ bis 500 Mio. $ springt künftig Lloyd’s of London ein, wie Hanseatic Underwriters in einem Kunden-Rundschreiben informiert. Die Veränderung der Sicherheitenstruktur ist notwendig geworden, weil Lloyd’s of London seit Ende März die Zeichnungsbefugnisse für Coverholder wie Hanseatic Underwriters, die ihren Sitz innerhalb der Europäischen Union haben, eingeschränkt hat.

Der P&I- und Rechtschutzversicherer, der als Teil der Zeller Associates Group im Oktober an den britischen Versicherungsdienstleister Thomas Miller verkauft wurde, bleibt aber als eigenständiger Assekuradeur am Markt aktiv.

Anders als zuvor hat Hanseatic die Konsortialstruktur für seine P&I-Deckung bis zu einem Schadenslimit von 500 Mio. $ jetzt aber zweigleisig organisiert – einmal für Reedereien mit Sitz innerhalb und zum anderen für solche mit Sitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Aufgrund des bevorstehenden Brexit und unterschiedlicher Lizenzanforderungen für Versicherer können EU- und Überseekunden künftig nicht mehr einheitlich bedient werden.

Für das Geschäft innerhalb des EWR stellt die AIG die Sicherheiten über ihre Dependance in Luxemburg bereit, ergänzt durch die Lloyd’s Insurance Company S.A. in Brüssel. Für Überseekunden liefert die britische Landesgesellschaft AIG UK die nötige Kapazität, ergänzt durch Lloyd’s of London. (mph)