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Am kommenden Donnerstag bricht die »Fregatte Hessen« von Wilhelmshaven aus in Richtung Ägäis auf. Sie löst den Einsatztruppenversorger »Bonn« in der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) ab. Der Einsatz dauert fast ein halbes Jahr.

Die Fregatte der Klasse 124 übernimmt auch die Kontingentführung mit seinem Stab von der »Bonn«. Der Einsatztruppenversorger war vor fast fünf Monaten in Richtung Mittelmeer aufgebrochen und wird nun nach der Übergabe an die »Hessen« die Heimreise antreten. Anfang Mai wird das Schiff in Wilhelmshaven zurückerwartet.

Die Fregatte »Hessen« ist kanpp ein halbes Jahr lang in der Ägäis bei einem NATO-Einsatz beschäftigt
Die Fregatte »Hessen« ist kanpp ein halbes Jahr lang in der Ägäis bei einem NATO-Einsatz beschäftigt. © Bundesmarine

»Die Besatzung ist gut ausgebildet und auf den Einsatz optimal vorbereitet. Ich bin stolz auf die bisher erbrachte Leistung meiner Besatzung und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unseren Auftrag zuverlässig und in vollem Umfang erfüllen werden«, sagt der Kommandant der Fregatte »Hessen«, Fregattenkapitän Olliver Pfennig (44). Damit werde man einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Situation vor Ort leisten können.

Ausbildung wichtig für erfolgreiche Mission

Die Besatzung befinde sich seit dem erfolgreichen Durchlaufen des Einsatzausbildungsprogramms sowie der Teilnahme an der Carrier Strike Group mit der »Harry S. Truman« auf einem sehr guten Ausbildungsstand. Diese Einsatzfähigkeit sei durch gezielte Einzelausbildungen und durchgeführte Seefahrten im Rahmen verschiedener Seefahrten weiterhin aufrechterhalten und ausgeweitet worden.

»Ein Highlight, auf das sich schon viele meiner Besatzungsangehörigen freuen, wird sicherlich die sogenannte Operational-Standdown-Period auf Kreta sein. In dieser Zeit werden wir einen etwas längeren Hafenaufenthalt haben und es wird auch die Chance bestehen, die Familie und Freunde in der Heimat zu besuchen, bevor wir uns wieder unserem Auftrag widmen werden«, verrät Pfennig.

In der Ägäis erwartet die »Hessen« die Zusammenarbeit mit der türkischen und griechischen Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX). Ende September soll das Schiff nach Wilhelmshaven zurückkehren.

Seit Februar 2016 trägt die NATO zur Erstellung eines Lagebilds für die griechische und türkische Küstenwache sowie die europäische Grenzschutzagentur FRONTEX in der Ägäis bei. Ziel des Einsatzes ist es, den Informationsaustausch und Reaktionszeiten zu verbessern, damit nationale Behörden gegen Schlepper und ihre Netzwerke vorgehen können.