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Bei der französischen Naval-Werft in Lorient ist die »Alsace« vom Stapel gelaufen. Es ist die erste Einheit eines angepassten Fregatten-Typs.

Der Unterschied zu den ersten acht Neubauten der FREMM-Klasse hat die »Alsace« verstärkte Luftverteidigungskapazitäten, heißt es seitens der Franzosen.

Dreizehn Monate nach der Kiellegung des ersten Blocks ließ die Naval Group die »Alsace« jetzt zu Wasser. Es ist die siebte Einheit für die französische Marine, nach »Aquitane« (2012), »Provence« (2015), »Languedoc« (2016), »Auvergne« (2017) ud »Bretagne« (2018). Zudem wurden zwei Neubauten an Marokko geliefert: »Mohammed VI« (2014) und »Tanya Misr« (2015). Im Sommer diesen Jahres soll noch die »Normandie« abgeliefert werden.

Um den »betrieblichen Anforderungen« gerecht zu werden, musste das Design etwas geändert werden, laut Pierre-Jean Cuisinier, Leiter des FREMM-Programms, betrifft dies allerdings vor allem das Kampfsystem. Dazu gehören den Angaben zufolge unter anderem in ein leistungsfähigeres Multifunktionsradar, verstärkte Kommunikationswerkzeuge, drei zusätzliche Konsolen für das Managementsystem SETIS im Kampfinformationszentrum (CIC) und verbesserten Luftverteidigungskapazitäten mit den Raketen Aster 15 und 30. Zudem soll in wenigen Tagen ein neuer Mast installiert werden, der optimiert wurde, um die Detektionsleistung zu erhöhen.

Wie bei den Vorgängern soll die »Alsace« die gleichen Missionen in der Anti-U-Boot-Kriegsführung durchführen. Zudem soll die Luftverteidigung wichtiger Einheiten sichergestellt werden: des »Charles de Gaulle«-Flugzeugträgers oder eines amphibischen Hubschrauberträgers. Die Ablieferung ist nach derzeitigem Plan für 2021 vorgesehen, die Schwester »Lorraine« soll 2022 folgen.

Technische Rahmendaten

  • Gesamtlänge: 142 m
  • Breite: 20 m
  • Verdrängung: 6.000 Tonnen
  • Maximale Geschwindigkeit: 27 Knoten
  • Unterkunft: 165 Männer und Frauen
  • Reichweite: 6.000 bei 15 Knoten