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Die Wyker Dampfschiffs-Reederei hat ihren neuen Katamaran »Rüm Hart« übernommen. Er ist für den Wattenmeereinsatz optimiert und wird am 15. Mai getauft.

Nach erfolgreichem Abschluss der Werftprobefahrt hat die Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum (W.D.R.) ihren jüngsten Flottenzuwachs, den Katamaran »Rüm Hart« von der niederländischen Bauwerft Thecla Bodewes Shipyards in Harlingen übernommen. Der Neubau bietet Platz für bis zu 250 Fahrgäste. Das Design stammt von Conoship International BV.

Noch in dieser Woche soll der Neubau nach Föhr überführt werden und am 15. Mai in Wyk getauft werden. Danach wird das unter deutscher Flagge in Wyk registrierte Schiff eine längere Charter für die Westerländer Reederei Adler-Schiffe antreten und zwischen Föhr, Amrum, Hooge, Langeness und Dagebüll verkehren. Der Salon bietet 150 Fahrgästen Platz. Weitere 100 Gäste können im Sommer an Deck sitzen.

»Wir freuen uns sehr, mit diesem hervorragenden Schiff die Schiffsverbindungen an Schleswig-Holsteins Westküste deutlich stärken und aufwerten zu können«, sagte Axel Meynköhn, Geschäftsführer der W.D.R. Die Probefahrt habe alle Erwartungen erfüllt, da  der Katamaran die im Wattenmeer zulässigen 16 kn ausschöpfen und dabei für einen schnellen, komfortablen Transport sorgen könne. »Die Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Partnern war in jeder Hinsicht hervorragend.«.

Maßgeschneidertes Schiff für das Wattenmeer

Das Design der »Rüm Hart« stammt vom Groninger Ingenieurbüro Conoship International. »Die große Herausforderung für uns war es, ein relativ kleines Fahrgastschiff mit geringem Tiefgang so zu gestalten, dass es auch gegen die Strömung bei voller Beladung noch eine Dienstgeschwindigkeit von 16 kn erreicht«, so Geert Dokter, Geschäftsführer von Conoship.

Die aus Aluminium als »leichtes, seetüchtiges Schiff« gefertigte »Rüm hart« ist 34,15 m lang und 10,50 m breit. Dank des sehr niedrigen Tiefgangs von nur 1,40 m sei der Neubau bei allen Niedrigwasserständen einsetzbar, heißt es. Die Ausstattung mit einem Bugstrahlruder erlaubt ein sicheres Manövrieren auch in kleinen und sehr engen Häfen. Für den Betrieb des Schiffes werden drei Besatzungsmitglieder benötigt.

Zuletzt hatte die W.D.R. im Sommer vergangenen Jahres mit der »Norderaue« eine Doppelnd-Fähre von der Neptun Werft erhalten. Sie ist mit knapp 76 m Länge und Platz für maximal 1.200 Passagiere deutlich größer und hat die 1992 gebaute »Rungholt« ersetzt.