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Svitzer, die Schlepper-Tochter des dänischen Maersk-Konzerns, trennt sich von ihrem Engagement in Portugal.

Man beabsichtige, seine portugiesischen Aktivitäten an das Unternehmen Pioneiro do Rio, Serviços Maritimos, zu verkaufen, teilte Svitzer jetzt mit. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, da sich die Beteiligten auf Stillschweigen darüber geeinigt haben.

Pioneiro do Rio soll die portugiesischen Unternehmungen von Svitzer vollständig übernehmen. Dazu gehören Besatzungs- und Landpersonal sowie die Schlepperflotte von Svitzer Portugal. An der Spitze dürfte sich wenig ändern. Zu den Eigentümern von Pioneiro zählt Rui Cruz – der bisherige Geschäftsführer von Svitzer Portugal.

Svitzer-Aktivitäten in Portugal, hier ein Bild vor der Lisnave-Werft (Foto: Svitzer)

Svitzer begründete den Verkauf mit rückläufigen Geschäften. »Die Synergien zwischen den portugiesischen Häfen und dem verbleibenden europäischen und globalen Portfolio von Svitzer haben sich als begrenzt erwiesen«, so die Mitteilung.

Die Tätigkeit von Svitzer in Portugal umfasst drei Häfen: Lissabon, Setubal und Sines und verfügt über eine Flotte von 15 Schleppern. Nach einer »strategischen Überprüfung des Portfolios«, einschließlich der Berücksichtigung der gemischten finanziellen Entwicklung in Portugal seit dem ersten Markteintritt im Jahr 2005, habe man beschlossen, seine Aktivitäten in Portugal im Einklang mit der breiteren Wachstumsstrategie des Unternehmens zu veräußern.

Europa-Chef Kasper Friis Nilaus sagte: »Wir freuen uns, eine Einigung mit Pioneiro do Rio und unserem derzeitigen Geschäftsführer Rui Cruz erzielt zu haben. Die Marktbedingungen in Portugal sind schwierig. Wir wollen nicht nur eine starke operative Leistung, sondern auch eine starke finanzielle Leistung erbringen, wo immer wir tätig sind. Die Veräußerung wird Zeit und Ressourcen freisetzen, um unsere breitere Unternehmensstrategie umzusetzen und andere Wachstumschancen zu nutzen.«

Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, zu denen auch eine vom Käufer eingereichte Pflichtanmeldung bei der portugiesischen Wettbewerbsbehörde gehört. Vorbehaltlich dieser Bedingungen und der Zustimmung der portugiesischen Behörden soll der Abschluss voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 erfolgen.