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Die italienische Klassifikationsgesellschaft Rina hält ihren Umsatz stabil. Wachstum soll vor allem das Geschäft mit Passagierschiffen bringen.

Der jetzt vorgelegte Konzernabschluss für das Jahr 2018 verzeichnet einen Umsatz von 440 Mio. € aus. Dies sei »auf dem Niveau des Vorjahres«, heißt es offiziell. Das EBITDA-Ergebnis wird mit 51 Mio. € ausgewiesen. Zum Vergleich: die norwegisch-deutsche Klassifikationsgesellschaft DNV GL hatte zuletzt einen Umsatz von umgerechnet rund 2,04 Mrd. € gemeldet.

Um weiter zu wachsen, haben die Italiener ein neues Geschäftsmodell entwickelt, das sich auf fünf Kerngeschäftsbereiche fokussiert. Zudem wurde bereits eine eigene Abteilung für »kommerzielles Engagement« gebildet, um de Beziehungen zu potenziellen Großkunden aufzubauen.

Die Kreuzfahrtreederei Costa ist ein wichtiger Kunde von Rina (Foto: Seehafen Kiel)

Die Ergebnisse dieser Maßnahmen seien bereits 2019 »sichtbar«, wie Rina weiter mitteilte. Zu Beginn dieses Jahres verzeichnete der maritime Sektor den Angaben zufolge »eine starke Leistung«: So wuchs die von Rina klassifizierte Flotte im ersten Quartal auf 44 Mio. GT und über 5.500 Einheiten. Speziell in den Segmenten Kreuzfahrt, Passagierschiffe und RoRo habe man seine führende Position bestätigt. Vor allem griechische Reeder trugen mit einem Wachstum von 28% zu der Entwicklung bei.

»2018 war ein Jahr, in dem wir die Voraussetzungen geschaffen haben, um das Wachstum wieder aufzunehmen. Während der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres blieb, konnten wir weiter investieren. Wir haben uns auch bemüht, uns in die bestmögliche Position zu versetzen, um alle Chancen zu nutzen, die sich aus den bedeutenden Veränderungen auf nationaler und internationaler Ebene ergeben, insbesondere im Infrastruktur- und Marinesektor«.

Ugo Salerno, Präsident und CEO

Auch das Zertifizierungsgeschäft, das 2018 um 9% zulegte, habe seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Im ersten Quartal wuchs laut dem Bericht das Orderbuch in allen Segmenten.