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Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat ihre Unterstützung für den Ausbau des Überseehafens in Rostock bekräftigt. Er bekommt zusätzliche Kapazitäten für den RoRo-Verkehr.

»Rostocks Überseehafen ist eines unserer Tore zur Welt, wichtige Drehscheibe im internationalen Güter- und Personenverkehr und einer der bedeutsamsten Industrie-, Logistik- und Gewerbestandorte in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb haben wir in unserem Landesentwicklungsprogramm festgeschrieben, ihn bedarfsgerecht weiter auszubauen. Dazu zählt auch der neue Liegeplatz 50, den wir mit knapp 6 Mio. € fördern«, sagte jetzt Landesinfrastrukturminister Christian Pegel.

Um zukünftig RoRo-Schiffe mit einer Länge von bis zu 250 m an den angrenzenden Liegeplätzen 51 und 41 abfertigen zu können, erhält der Querkai von Hafenbecken A bis Ende des Jahres eine kombinierte Spundwand als Ufereinfassung und wird mit zwei RoRo-Rampen ausgerüstet. Seit Januar wird der 170 lange Liegeplatz 50 neu gebaut.

Foto: Rostock Port

Dafür werden 950 t Spundwandstahl und 1.100 m³ Stahlbeton verarbeitet. Eine Flächenbefestigung erfolgt auf 2.900 m². Die neue Spundwand wird etwa drei Meter vor die alte Ufereinfassung gerammt, die beiden jeweils 37 m breiten RoRo-Rampen werden sowohl an der West- als auch an der Ostseite von Liegeplatz 50 eingeordnet. Um eine durchgängige Wassertiefe von 10,30 m an der Querkai zu gewährleisten, ist zum Abschluss der Baumaßnahme eine Nassbaggerung von etwa 2.300 m³ Hafensedimenten notwendig.

»Der Überseehafen ist zweifellos das wirtschaftliche Herz unserer Stadt. Und genauso ist er auch ein wesentlicher Motor für Wachstum und Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern. Damit das so bleibt, muss der Hafen auch langfristig modernsten Standards entsprechen und möglichst vielseitige Leistungen anbieten. Insofern sind Investitionen in den Rostocker Hafen immer auch Zukunftsinvestitionen für unser ganzes Land. Wir sind sehr dankbar, dass dies auch seitens der Landesebene so gesehen und immer wieder tatkräftig mit erheblichen Fördermitteln unterstützt wird«, sagte Chris Müller-von Wrycz Rekowski, 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Hanse- und Universitätsstadt.

»Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die notwendige Sanierung des Liegeplatzes 50 erreicht, sondern die gleichzeitig realisierte Aufnahmefähigkeit der Liegeplätze 41 und 51 für Schiffe mit einer Länge bis 250 m erhöht die Angebotsflexibilität des Hafens und ermöglicht den Kunden darüber hinaus die parallele Bedienung eines Schiffes sowohl vertikal, klassisch mit Kränen, als auch horizontal, mit rollender Ladung«, so Hafenchef Gernot Tesch.