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In der Containerschifffahrt gibt es mittlerweile eine stark zunehmende Zahl an digitalen Tracking- und Monitoring-Lösungen. Ein neuer Standard soll den Wettbewerb etwas ordnen.

Geht es um digitale Angebote für einen optimalen Einsatz von Containern, die Kontrolle von Zustand und Ladungssicherheit oder eine effizientere Flotten-Koordination, können Reeder, Spediteure und Kunden mittlerweile aus einem bunten Strauß an Lösungen wählen. Dabei bleiben jedoch offenbar Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit bisweilen auf der Strecke.

Daher hat sich die Container Owners Association (COA), die internationale Organisation von Container-Eignern – zu der auch diverse Linienreedereien wie Hapag-Lloyd gehören – entschlossen, einen neuen Standard zu entwickeln. So soll die Arbeitsgruppe »Telematik/Track Trace« diesen offenen Standard, zunächst auf der Anwenderebene, bereitzustellen, »um die Interoperabilität von Daten der verschiedenen Lösungsanbieter in der Seeschifffahrt zu ermöglichen«, heißt es in einer Ankündigung.

Startpunkt sind Kühlcontainer, allerdings soll der Standard auf alle Containerarten ausgeweitet werden. »Dies wird das Risiko verringern und einen wettbewerbsfähigeren und innovativeren Marktplatz für Lösungen bieten, die erforscht und eingesetzt werden sollen«, so die COA.

»Wir freuen uns sehr, dass die COA in der Lage war, das Zusammenkommen aller führenden Telematikanbieter zu erleichtern und sie dabei zu unterstützen, sich auf diesen wichtigen Schritt zu einigen, der für das Wachstum von Technologielösungen in unserer Branche unerlässlich ist«, sagte der COA-Vorsitzende Brian Darnowski.

Mit dem Standard sollen komplexere IT-, KI- und Blockchain-Anwendungen erforscht werden. Der erste Schritt liegt auf der Anwendungsseite. Allerdings hat die Arbeitsgruppe auch eine Roadmap erstellt, die eine Erweiterung bis auf die Geräteebene vorsieht. Die Veröffentlichung des offenen Standards ist für Oktober 2019 geplant.