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Die Aktionäre von Hapag-Lloyd AG haben heute auf der Hauptversammlung in Hamburg allen Tagesordnungspunkten mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Beschlossen wurde unter anderem die Verwendung des Bilanzgewinns und damit die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 15 Cents je Aktie.

»Wir haben im letzten Geschäftsjahr ein gutes Ergebnis erzielt und uns strategisch neu aufgestellt und damit den Kurs für die nächsten Jahre gesetzt. Ich freue mich sehr, dass unsere Aktionäre dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat gefolgt sind, auch für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende zu zahlen. Zudem haben wir den positiven Schwung der zweiten Jahreshälfte mit in das Jahr 2019 genommen und sind stark in das erste Quartal gestartet«, sagte Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG und ergänzte: »Ausblickend wollen wir unsere Erträge steigern, die Verschuldung weiter abbauen und unsere Strategy 2023 weiter umsetzen. Dies folgt unserem Anspruch, die Nummer eins für Qualität zu werden und dadurch Mehrwert für unsere Kunden und für unsere Aktionäre zu schaffen.«

Für 2018 hatte Hapag-Lloyd im März ein EBIT von 443 Mio. € präsentiert, gegenüber 411 Mio. € im Jahr zuvor. Das EBITDA konnte auf 1.138 Mio. € verbessert werden (2017: 1.055 Mio. €). Geholfen hatten verbesserte Frachtraten im 2. Halbjahr 2018 sowie Synergieeffekte aus dem Zusammenschluss mit UASC. Die Umsätze erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018 um 15% auf 11,5 Mrd. € (2017: 10 Mrd. €). Denn die nach der Fusion mit UASC vergrößerte Flotte hatte das Transportvolumen um 21% auf 11,9 Mio. TEU steigern können.

Behrendt vertritt Anteilseigner

Die Aktionäre sollten von der Entwicklung profitieren. Die Reederei hatte im März angekündigt, 26,4 Mio. € ausschütten zu wollen, das bedeutet eine Dividende von 0,15 € je Aktie und entspricht in Summe 57% des Konzernergebnisses (IFRS). Dem stimmten die Aktionäre auf der heutigen Hauptversammlung zu. Für das Geschäftsjahr 2017 war eine außerordentliche Dividende in Höhe von 100 Mio. € (0,57 € pro Aktie) ausgezahlt worden.

Die Aktionäre stimmten weiterhin dem Vorschlag des Aufsichtsrats zu, Michael Behrendt erneut als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat zu wählen. Mit seiner Wiederwahl wurde er im Anschluss an die Hauptversammlung vom Aufsichtsrat auch erneut zu dessen Vorsitzendem gewählt. Behrendt ist seit 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der Reederei.

Heute war außerdem bekannt geworden, dass Finanzvorstand Nicolas Burr seinen Vertrag bei der Hamburger Reederei nicht verlängern wird.