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Die Tanker der Marine fahren unter keinem guten Stern. Nach technischen Schwierigkeiten wurden jetzt auf der »Rhön« vier Besatzungsmitglieder verletzt.

Die »Rhön« gehört zu den verbliebenen Betriebsstofftransportern, sprich Tankern, der Deutschen Marine. In ihrem Heimathafen Kiel sei es jetzt zu einem schweren Unfall gekommen, teilte die Marine mit.

Der Zwischenfall habe sich beim Aussetzen eines Beibootes ereignet. Die vier Personen an Bord seien dabei zum Teil schwer verletzt worden. Sie befänden sich in ärztlicher Behandlung, schwebten aber nicht in Lebensgefahr, heißt es in einer Mitteilung. Zwei der Betroffenen mussten operiert werden, einer liege auf der Intensivstation.

Die Unfallursache ist bislang unklar. Die Untersuchung dazu laufe noch, auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Marine-Tanker »Rhön« und »Spessart« gelten als technisch veraltet. Zwischenzeitlich mussten die bereits 1974 gebauten Betriebsstofftransporter sogar aus dem Verkehr gezogen und stillgelegt werden. Wegen »Altersschäden« an den Dieselmotoren waren nicht nur die Klasse, sondern auch die sicherheitstechnische Bescheinigung durch die Aufsichtsbehörde der Bundeswehr entzogen worden. Diese ist inzwischen wieder erteilt und gilt vorerst bis Ende 2019. Einen Ersatz für die Einhüllen-Tanker soll es frühestens 2024 geben.