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Die maritime Motorenindustrie steht vor immensen Herausforderungen. Auf dem jüngsten CIMAC-Weltkongress wurde einmal mehr deutlich, dass es kein Allheilmittel gibt.

Unter dem Motto »Meeting the Future of Combustion Engines« fand der CIMAC-Weltkongress der Großmotorenbranche jetzt im kanadischen Vancouver. Insgesamt kamen mehr als 800 Teilnehmer, Aussteller und Referenten aus allen Teilen der Welt.

Kaum jemand ließ einen Zweifel daran aufkommen, dass die Reduktion der Treibhausgase  die größte Herausforderung für die Branche ist. Gleichzeitig kämpfe man mit der von der IMO 2018 verabschiedeten »Initial Strategy« zur Dekarbonisierung, die für die Zielvorgaben der gesamten jährlichen Treibhausgasemissionen der internationalen Schifffahrt gilt, während das Pariser Übereinkommen über den Klimawandel 2016 Anstrengungen zur vollständigen Einstellung der Treibhausgasemissionen fordert.

Die Großmotorenindustrie sei mit Paradigmenwechseln konfrontiert ist, heißt es im Nachgang des Kongresses vom CIMAC-Verband, und dies habe sich in den meisten Papieren auf die eine oder andere Weise widergespiegelt. In einer Vielzahl von Beiträgen wurden Fortschritte bei traditionellen Technologien vorgestellt, die das Potenzial haben, durch verbesserte Kraftstoffeffizienz nützliche Beiträge zu leisten.

Andererseits haben sich den Angaben zufolge andere Beiträge und die Panels und Reden mit der radikalen Lösung beschäftigt: kohlenstofffreie Kraftstoffe oder Kraftstoffe mit stark reduzierten Emissionen. Insbesondere die offenen Podiumsdiskussionen führten zu einem kontroversen Austausch über geeignete Zukunftslösungen, darunter vor allem die »Power-to-Fuel«-Strategie.

»Die unvermeidliche Schlussfolgerung? Die Erreichung der vorgeschriebenen Reduktionswerte ist ein Mammutprojekt, und es gibt und wird kein allumfassendes Wundermittel geben, das es ermöglichen würde, die Ziele der IMO und Paris zu erreichen. Dennoch bieten Optionen wie Biokraftstoffe aus heutiger Sicht eine Teilantwort, während synthetische Kraftstoffe notwendig sein werden, um sicherzustellen, dass die Motorenindustrie alle Erwartungen erfüllen kann«, so der Verband in einem Statement.