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Nach dem erfolgreichen Schwimmtest darf die Elsflether Werft die »Gorch Fock« weiter sanieren. In drei Monaten sollen die Masten stehen.

Die Elsflether Werft AG hat heute die Fortführungsbeauftragung zur Instandsetzung des Segelschulschiffs »Gorch Fock« erhalten. Als Ablieferungstermin an die Deutsche Marine zur Erprobung ist der Herbst kommenden Jahres vorgesehen.

Das Segelschulschiff war erst am vergangenen Freitag in Bremerhaven ausgedockt worden, um die Schwimmfähigkeit des Rumpfes nachzuweisen. Jetzt ist gut ein Jahr Zeit, um den Dreimaster fertig zu sanieren und wieder aufzuriggen.

Nach Angaben der Werft soll die »Gorch Fock« zu einem neuen Liegeplatz geschleppt werden. Der nächste Meilenstein soll das Aufstellen der Masten in etwa drei Monaten werden, heißt es. Im Anschluss daran werde das Schiff zu einem Ausrüstungsplatz verholt und bis Herbst 2020 zu Ende ausgerüstet.

»Wir werden weiterhin alles daran setzen, die Instandsetzung termingerecht und im Budget auszuführen und die Gorch Fock wieder hochseetauglich zu machen«, sagte Pieter Wasmuth, Aufsichtsratsvorsitzender der Elsflether Werft AG. Umgehend würden die Gespräche mit allen Lieferanten wieder aufgenommen.

Die Werft mit ihren 130 Mitarbeitern ist dabei an klare Budget-Vorgaben gebunden. Das Bundesverteidigungsministerium hatte die Kostenobergrenze bei 135 Mio. € festgesetzt. 70 Mio. € waren bereits gezahlt worden, wobei aber rund 20 Mio. € von der alten Geschäftsführung in dubiose Geschäfte investiert wurden und als verloren gelten. Die Werft hatte Insolvenz angemeldet, gegen die Ex-Vorstände und einen Mitarbeiter des Marinearsenals ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die Investorensuche werde fortgesetzt, sagte Tobias Brinkmann als  Generalbevollmächtigter der Elsflether Werft. »Die Beauftragung sichert die Fortführung des Betriebes.« Gemäß der vereinbarten Open-Book-Struktur hat sich die Werft verpflichtet, der Marine jederzeit und umfassend Einblick in alle Details der Kalkulation und der Terminplanung zu geben.