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36 $ sind es bei CMA CGM, 40 $ bei MSC, sogar 42 $ sind bei Hapag-Lloyd künftig als Risikozuschlag für Containertransporte in und aus der Krisenregion am Persischen Golf fällig.

Die Hamburger Linienreederei folgt damit den Wettbewerbern, die das Kriegsrisiko auf bestimmten Strecken bereits eingepreist haben. Infolge der jüngsten Attacken auf zwei Tanker in der Straße von Hormuz seien die Betriebskosten gestiegen, heißt es in einer Mitteilung von Hapag-Lloyd.

Ab dem 15. Juli müssen Kunden daher eine Vessel Risk Surcharge (VRS) zahlen. Für Fracht von/nach und über den Arabischen Golf (Bahrain, Irak, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate) wird ein Zuschlag von 42 $ je Container (TEU) erhoben.

Für Fracht aus China gilt der Zuschlag ab dem 1. August. Für Ladung nach/von den USA und Kanada soll der Termin in Kürze bekannt gegeben werden. Je nach Risikosituation können zusätzliche Länder hinzukommen, ebenso seien Anpassungen in der Höhe des VRS möglich, heißt es bei Hapag-Lloyd weiter.

Mit dem Kriegsrisiko-Zuschlag reagieren die Reedereien auf die gestiegenen Versicherungskosten. Seit den Sabotageakten auf vier Tanker im Mai vor Fudschaira haben die Seeversicherer den Persischen Golf und die Straße von Hormuz zu einem Ausschlussgebiet für Kriegsrisikodeckungen erklärt. Versicherungsschutz bekommen Schiffe nur noch gegen Zahlung von Extraprämien bei jedem einzelnen Anlauf in der Region.