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Die Ernst Russ AG hat vier Tanker aus ihrem Bestand verkauft. Neuer Eigner ist demnach die von Bob Burke geführte Reederei Ridgebury Tanker.

Laut Maklerberichten hat Ridgebury jüngst seine Flotte an Suezmax-Tankern ausgebaut. Dem Vernehmen nach wurden vier Tanker aus dem ehemaligen Bestand von Koenig & Cie (heute Ernst Russ AG) übernommen.

Dabei soll es sich um vier Einheiten von jeweils 274 m Länge und einer Tragfähigkeit von 159.000 tdw handeln, die alle 2005 bei Hyundai Heavy Industries (HHI) in Südkorea gebaut wurden. Am Markt werden die Namen »Cape Brindisi«, »Cape Bari«, »Cape Bastia« und »Cape Bonny« gehandelt. Die Schiffe werden laut IHS Seaweb technisch von Columbia Ship Management (CSM) betrieben.

82 Mio. $ »en bloc«

Der Preis »en bloc« soll bei 82 Mio. $ liegen – und damit ziemlich genau auf Niveau der aktuellen Marktpreise. Der Branchendienst VesselsValue bewertet die gut 14 Jahre alten Schiffe in einer Spanne von 19,3 Mio. $ bis 20,4 Mio. $.

Die Flotte von Ridgebury zählt mit der Übernahme der vier Tanker insgesamt 27 Schiffe, darunter sind 12 Suezmaxe, sechs VLCC und neun Produktentanker.

Mit dem jüngsten Verkauf sind bei Koenig & Cie noch vier Schiffe gelistet, dazu zählen der Capesize-Bulker »Cape Ray« (177.000 tdw), das Container-Feederschiff »RT Odin (1.550 TEU) sowie die zwei LR3-Tanker »Cape Baxley« und »Cape Bellavista« (je 159.500 tdw).

König & Cie war Anfang 2016 von der damaligen HCI Capital übernommen worden, aus beiden Unternehmensteilen sowie der Ernst Russ Reederei entstand danach die börsennotierte Ernst Russ AG mit einer Flotte von zuletzt rund 90 Container‐, Tank‐, Bulk‐ und sonstigen Schiffen. Hauptgesellschafter sind Peter Döhle (38,19%) und die Hamburg Commercial Bank (Ex-HSH Nordbank, 16,08%). Gut 35% der Anteile sind im Streubesitz.

Erst vor fünf Wochen hatte Ernst Russ eine Mehrheitsbeteiligung an einem Handymax-Bulker und einem 3.100-TEU-Containerschiff erworben, die im Management bei Peter Döhle stehen. Über den Kaufpreis war zwischen den Beteiligten Stillschweigen vereinbart worden. Verkauft worden seien die Anteile von einem kleinen Kreis von Investoren, es handelte sich also nicht um Bankenschiffe.


Foto: © Alf van Beem / Wikipedia