Print Friendly, PDF & Email

Die belgische CLdN Cobelfret rüstet ihre Flotte weiter auf: Als Ersatz für stornierte Aufträge bei Uljanik wurden bis zu vier RoRo-Neubauten bei Hyundai bestellt.

Erst Ende Mai hatte die Reederei Cobelfret zwei Neubauten bei Uljanik storniert. Grund waren die Insolvenz des kroatischen Werftbetriebs und Verzögerungen beim Bau. Uljanik sollte zwei Fähren mit je 5.500 Lademetern bauen.

Nun sind die Belgier auf der Suche nach einer Ersatz-Werft offenbar fündig geworden. Marktkreise berichten, dass Cobelfret bis zu vier Neubauten von Hyundai Mipo Dockyard (HMD) bauen lassen will. Zwei RoRo-Fähren wurden demnach bereits fest bestellt. Dazu wurden wohl zwei Optionen vereinbart.

Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang von keiner der beiden beteiligten Parteien. Gleichwohl hatte HMD in der vergangenen Woche den Eingang eines Auftrags im Wert von umgerechnet 139 Mio. $ für zwei Schiffsneubauten bestätigt. Die Ablieferung sei für 2022 vorgesehen. Weitere Details wurden nicht genannt.

Zu hören ist aber, dass es sich um LNG-Neubauten (je 50.000 GT) mit einer Tragfähigkeit von je 25.000 tdw handeln soll. Auch ein Preis wird kolportiert, er soll bei 69,2 Mio. $ liegen. Zuletzt hatte CLdN vor zwei Jahren zwei LNG-fähige RoRo-Schiffe (5.400 Lademeter) für jeweils fast 60 Mio. $ bestellt. Dei Ablieferung dieser beiden Fähren erfolgt dieses Jahr im August und im Oktober.

Der Branchendienst VesselsValue listet für CLdN Cobelfret insgesamt 38 Schiffe auf. Zur RoRo-Sparte gehören demnach zwei Dutzend Einheiten mit Tragfähigkeiten von 6.400 tdw bis 27.700 tdw, fünf der Schiffe sind älter als 20 Jahre. Die erst 2018 in Dienst gestellt »Celine« gilt als mit ihren 235 m Länge und insgesamt 8.000 Spurmetern als das größte Shortsea-RoRo-Schiff der Welt.