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Die Kritik von Reedern war immer ein gewichtiges Argument in der 17-jährigen Debatte um die Elbvertiefung. Entsprechend erfreut zeigte sich zum Baggerstart jetzt der wichtigste Kunde im Containerumschlag: Hapag-Lloyd.

Deutschlands größte Linienreederei ist zugleich Anteilseigner am Containerterminal Altenwerder (CTA). Wenig überraschend sieht das Hamburger Unternehmen daher »große Chancen« durch die Fahrrinnenanpassung.  Der neue Chief Operations Officer Maximilian Rothkopf sagte anlässlich des Besuchs von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: »Der Hamburger Hafen wird für Kunden deutlich attraktiver.«

Maximilian Rothkopf (Foto: Hapag-Lloyd)

Der Standort werde künftig deutlich besser an die globalen Warenströme angeschlossen. Nach Abschluss der entsprechenden Arbeiten könnten dann »auch die weltweit größten Containerschiffe nahezu ohne Einschränkungen« die Hansestadt Hamburg erreichen, sagte Rothkopf. Das nutze nicht nur den Containerlinienreedereien, sondern letztlich auch den weltweiten Kunden, deren Frachtgüter den Hamburger Hafen künftig einfacher und schneller erreichen werden.

Für die Reederei wiederholte er die bereits mehrfach geäußerte »klare Bekenntnis zu unserem Heimathafen«. Hamburg biete Hapag-Lloyd eine hervorragende Infrastruktur und exzellente Hinterlandverbindungen – sei es durch ein einzigartiges Schienennetz oder sehr gute europäische Autobahnanbindungen. Auch deshalb habe man sich kürzlich dazu entschieden, einen Großteil der Nordatlantikverkehre von Bremerhaven nach Hamburg zu verlagern. Dieser Schritt macht sich in den Umschlag-Bilanzen beider Häfen relativ deutlich bemerkbar.

Hapag-Lloyd ist für den Hamburger Hafen nach eigenen Angaben der größte Kunde im Containerumschlag. Im Geschäftsjahr 2018 hat das Unternehmen dort rund 1,9 Mio. TEU umgeschlagen, das entsprach rund 22 % des Gesamtvolumens. Gemeinsam mit seinen Allianzpartnern schlug Hapag-Lloyd rund 3,9 Mio. TEU um, etwa 45 % des Gesamtvolumens.