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Der italienische Werftenkonzern Fincantieri hat seine Umsatzerlöse im 1. Halbjahr um 12% auf 2,84 Mrd. € steigern können. Das EBITDA steigt um 17% auf 215 Mio. €.

Das bereinigte Konzernergebnis weist Fincantieri mit 34 Mio. € aus, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum (39 Mio. €). Belastend für das Ergebnis hatten sich ein Rechtsstreit im Zusammenhang mit Asbestschäden (18 Mio. €) und eine hohe Steuer-Nachforderung (40 Mio. €) ausgewirkt, heißt es.

In der Kasse klingelt es jedoch, nachdem die Italiener im 1. Halbjahr Aufträge auf Rekordniveau einholen konnten. Bestellungen im Wert 6,6 Mrd. € wurden ins Orderbuch eingetragen, darunter für elf Kreuzfahrtschiffe und ein Littoral Combat Ship für die US-Marine. Der gesamter Auftragsbestand liegt jetzt bei 108 Schiffen für insgesamt 33,1 Mrd. €.

Fincantieri hatte sein Schiffbau-Imperium mit insgesamt mehr als 19.000 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten weiter ausgebaut: So war mit der französischen Naval Group die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens »Poseidon« im Marineschiffbau vereinbart worden. Zuvor hatten die Italiener auch den Einstieg bei der Werft Chantiers de l’Atlantique (ehemals STX-Werft) in St. Nazaire vollzogen. Außerdem ist Fincantieri an einem Joint Venture in China zum Bau von Kreuzfahrtschiffen für den asiatischen Markt beteiligt.