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Noch während der Aufbau weiterer Anlagen »in vollem Gange« ist, hat der Offshore-Windpark »Deutsche Buch« Strom ins deutsche Netz geliefert.

Die Northland Deutsche Bucht GmbH bestätigte heute, dass die erste Turbine im 269-MW-Windpark in Betrieb genommen wurde.  Projektleiter Jens Poulsen betonte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit allen Partnern »und insbesondere dem Übertragungsnetzbetreiber und der Genehmigungsbehörde BSH«, die den »schnellen Fortschritt« beim Bau und der Inbetriebnahme ermöglicht hätte.

Das Windpark-Projekt mit 33 Windenergieanlagen des Typs V164-8,4 von MHI Vestas verfügt über eine Netzanschlusskapazität von knapp 269 MW. Im Rahmen einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur (BNetzA) wurden davon 16,8 MW für zwei Pilotwindenergieanlagen mit dem neuartigen Fundamenttyp Mono Bucket zugewiesen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) hat dieses Pilotprojekt im Mai 2018 genehmigt.

Foto: Northland

Nach Fertigstellung  sollen die 8,4-MW-Turbinen jährlich 1,1 Mrd. KwH produzieren, den Angaben zufolge genug um den Strombedarf von rund 328.000 Haushalten zu decken. Das Projekt – rund 95 km nordwestlich der Insel Borkum – ist der dritte Offshore-Windpark in der Nordsee des in Kanada ansässigen Energieerzeugers Northland Power. Als Generalbauunternehmer verantwortete das niederländische Wasserbau- und Offshore-Unternehmen Van Oord die Herstellung und Installation der Offshore-Umspannstation. Die Fertigung des Jacket-Fundaments und der Plattform (Topside) erfolgten in Vlissingen.

Die Installation der 33 Turbinen ist laut Northland in vollem Gange. Geplant ist, dass bis Ende 2019 alle Windenergieanlagen Strom ins Netz einspeisen. Anfang Juni war die Installation gestartet worden. Bis heute errichtete der Turbinenhersteller MHI Vestas Offshore Wind 21 der 31 Turbinen auf Monopiles. Die Endfertigung der beiden neuartigen Mono Bucket Fundamente erfolgt zurzeit bei Bladt Industries in Lindoe, Dänemark. Die Installation dieser beiden Saugglockenfundamente und ihrer Turbinen sowie ihre Verkabelung sind für das vierte Quartal geplant.

In den vergangenen Wochen wurde die Installation sowie das Testen von über 40 km der parkinternen Verkabelung abgeschlossen. Die Anbindung der parkinternen Umspannstation an die Offshore-Konverterstation BorWin beta des Übertragungsnetzbetreibers TenneT ist bereits erfolgt, so dass die Turbinen Strom produzieren können. Dafür hatte Tennet eine Teil-Einspeisemöglichkeit über das erste der beiden 155-Kilovolt-Exportkabel in das deutsche Höchstspannungsnetz ermöglicht.