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Für den deutsch-spanischen Windkraft-Konzern Siemens Gamesa machen sich neue Märkte deutlich positiv in der Bilanz bemerkbar. Für die ersten drei Quartale des aktuellen Finanzjahres wurde jetzt eine Verdopplung des Gewinns gemeldet.

Der Umsatz stieg von Oktober bis Juni um 12% gegenüber dem Vorjahr auf 7,283 Mrd. €, teilte Siemens Gamesa heute mit. Allein im dritten Quartal gab es ein Wachstum um 23%  auf 2,632 Mrd. €, »getragen von einer starken Performance in allen Geschäftsbereichen mit Rekordaktivitäten im Offshore-Bereich«, heißt es.

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Siemens Gamesa betreibt derzeit weltweit rund 2.300 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 11 GW. (Foto: Siemens Gamesa)

Das Ebit lag – vor Kaufpreisallokationen sowie Integrations- und Restrukturierungskosten – bei 475 Mio. €, was einer EBIT-Marge von 6,5% entspricht. Die Hauptauswirkungen auf die Rentabilität waren den Angaben zufolge die anhaltend niedrigeren Preise im Auftragsbestand während der Berichtsperiode, die Volatilität der Schwellenländer und die Herausforderungen bei der Ausführung einiger Onshore-Projekte, die teilweise durch Synergien, Produktivitätssteigerungen und ein höheres Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr ausgeglichen worden seien.

Für den Gewinn meldete Siemens Gamesa eine Verdopplung auf auf 88 Mio. €. Dies gilt für die ersten drei Quartale insgesamt. Im dritten Quartal musste man allerdings einen Gewinneinbruch um 53% auf 21 Mio. € hinnehmen.

Die Nettoverschuldung belief sich zum 30. Juni auf 191 Mio. €, Dies wird auf den »Anstieg des notwendigen Betriebskapitals im Vorfeld der Hochzeit im vierten Quartal« zurückgeführt.

»Im Plan«

Mit der aktuellen Entwicklung sehen sich die Verantwortlichen durchaus im Plan. Die Performance liege im Rahmen der Guidance für das Geschäftsjahr 2019, die einen Umsatz zwischen 10 und 11 Mrd. € sowie eine Ebit-Marge von 7 bis 8,5&% vorsieht. Daran hält man fest, »obwohl das dritte Quartal von Volatilität und Ausführungsherausforderungen in einigen Onshore-Projekten in den Schwellenländern geprägt war«. Obwohl kurzfristige Herausforderungen die Konzernmargen vorübergehend belasten, würden die langfristigen Aussichten solide bleiben. Siemens Gamesa begründet diese Einschätzung mit dank eines Rekord-Orderbuchs und der geografischen und geschäftlichen Diversifizierung.

Quelle: Siemens Gamesa

Der Auftragsbestand hatte, unter anderem durch Aktivitäten in neuen Märkten wie Taiwan, einen Rekordwert von 25,1 Mrd. € (+8% YoY) erzielt, getrieben vom bisher höchsten Auftragseingang in einem Quartal von 4,7 Mrd. €, einem Plus von 42%, und einem soliden Auftragseingang in den letzten zwölf Monaten von 12,3 Mrd. €, einem Plus von 2,2%. Auch in den USA ist der Konzern verstärkt aktiv. So war erst kürzlich ein Rekord-Auftrag aus Nordamerika eingeholt worden.