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Rolls-Royce Power Systems mit den Marken MTU und Bergen Engines meldet für das erste Halbjahr 2019 ein starkes Umsatzwachstum von 6%. Die Strategie, zunehmend auf Services zu setzen, geht auf.

Die Sparte Power Systems machte im ersten Halbjahr gute Fortschritte, wobei der Umsatz mit 1,55 Mrd. £ (+6%) weiterhin über dem Wachstum des globalen BIP lag und sich die Bruttomargen aufgrund eines besseren Produktmixes verbesserten. Das Unternehmen verweist insbesondere auf die gute Entwicklung bei Long Term Service Agreements (LTSA). Während die Equipment-Sparte im Umsatz um 5% zulegte, waren es bei Services +6%. Am Ende des Halbjahres lag der Gewinn mit 96 Mio. £ um 20% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Auftragseingang war mit 1,7 Mrd. £ gut, ein Book-to-Bill von 1,1x und eine gute Auftragsabdeckung untermauern die Jahresprognose. Während im ersten Halbjahr ein signifikanter Lageraufbau zu verzeichnen war, soll dies das Wachstum im zweiten Halbjahr unterstützen.

Im Bereich Schifffahrt sehe man weiterhin ein Wachstum bei Fähren und Schleppern, und es gebe Anzeichen für eine langsame Erholung nach dem anhaltenden Einbruch der Offshore-Öl- und Gasmärkte, erklärt das Unternehmen. Rolls-Royce hatte sich im Zuge der Schifffahrtskrise vom Geschäftsbereich Commercial Marine getrennt und diesen an Kongsberg verkauft. Dies umfasste Antriebe, Decksmaschinen, Automation und Steuerung, ein Servicenetzwerk in mehr als 30 Ländern und die Schiffsdesign-Kapazitäten. Auch die »Ship Intelligence«-Aktivitäten für den autonomen Betrieb von Handelsschiffen wurden abgegeben. Bei Rolls-Royce verblieben das Geschäft von Bergen Engines und MTU. Rolls-Royce Power Systems bedient weiterhin Kunden auf dem Schifffahrtsmarkt.

Für den maritimen Bereich wurde im ersten Halbjahr der S4000-Motor der fünften Generation mit Abgasnachbehandlung und in einer neuen Gasversion auf den Markt gebracht, um auch die strengsten Abgasvorschriften zu erfüllen. Außerdem hat Rolls-Royce eine Zusammenarbeit mit dem britischen Luxusyachthersteller Sunseeker als Erstkunde für eine von MTU-Motoren angetriebene Hybrid-Yacht angekündigt. Darüber hinaus wurde gemeinsam mit ZF ein neues elektronisches Überwachungssystem für Schiffe entwickelt, um die Verfügbarkeit, den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen von Schiffen zu verbessern.

Die Rolls-Royce-Gruppe insgesamt konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Umsatzplus von 5% auf 7,9 Mrd. £ vorweisen.