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Die maritime Industrie ist innovationsfreudiger als manch Skeptiker meint. Maschinen können definitiv helfen, künstliche Intelligenz birgt großes Potenzial, aber der Faktor »Mensch« bleibt bei genauerer Betrachtung enorm wichtig.

Reedereien wie Maersk, Stena oder OOCL wollen es für einen effizienten Kraftstoffverbrauch, Buchungsprogramme, Automation im Schiffsbetrieb nutzen, Häfen wollen Terminal-Abläufe verbessern, Schiffbauer und -designer suchen nach optimalen Strukturen – die künstliche Intelligenz wird immer mehr zum Schlagwort in der maritimen Industrie. Einige Experten erwarten, dass K.I. bald klüger sein wird als die Menschen. Doch das sieht nicht jeder so, es gibt (noch Grenzen).

Volker Bertram, Professor an der World Maritime University (Foto: HANSA)

»So blöd kann ein Mensch gar nicht sein«, sagt Volker Bertram, anerkannter Experte und Professor an der World Maritime University mit Blick auf die Ergebnisse von Intelligenztests für Software.

In seinem Beitrag für die »Speakers Corner« der HANSA nennt Bertram K.I. einen »nützlichen Fachidiot«. Er weist zwar auf einige Missverständnisse hin und nimmt dem Hype ein wenig den Wind aus den Segeln – gerade auch im Vergleich von Mensch und Maschine. K.I. sei »keine Wunderwaffe«.

Allerdings geht er auch auf Anwendungen ein, bei denen die Eibindung von künstlicher Intelligenz sehr wohl Nutzen haben kann, z.B. wenn sie die numerische Statistik ergänzt bzw. besser umsetzt. Bertram geht es dabei etwa um Trimmoptimierung, Schlepperleistung, Stabilisierungen oder gar Schrottpreis-Analysen.

»Das Grundprinzip ist immer gleich: Kurven- oder Mustererkennung; die Anwendungen sind vielfältig und werden immer mehr, auch im maritimen Bereich«, sagt Bertram.

 


Lesen Sie den kompletten Beitrag »Künstliche Intelligenz – ein nützlicher Fachidiot« von Volker Bertram, Professor an der World Maritime University, in der »Speakers’ Corner« der HANSA.
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