Reeder (dunkle Trikots) und Banker schenkten sich nichts bei der 46. Auflage des Fußball-Lokalderbys, das die Reeder mit 4:2 gewinnen konnten
Reeder (dunkle Trikots) und Banker schenkten sich nichts bei der 46. Auflage des Fußball-Lokalderbys, das die Reeder mit 4:2 gewinnen konnten. © Can Bozyakali
Print Friendly, PDF & Email

Die Reeder haben das 46. Fußball-Lokalderby der Hamburger maritimen Wirtschaft mit 4:2 (1:1) gegen die Banker für sich entschieden. Es war bereits der dritte Sieg in Folge für die Vertreter der Schifffahrt.

Trotz Überlegenheit gelang den Bankern vor der Pause nur ein Tor
Trotz Überlegenheit gelang den Bankern vor der Pause nur ein Tor. © Helmut Bosecke
Rund 150 Zuschauer hatten sich auf dem Fußballplatz des ETV Hamburg in Hamburg-Hoheluft trotz widrigen Wetterverhältnissen eingefunden, um das traditionsreiche Freundschaftsspiel zu verfolgen. Die Banker übernahmen zu Beginn die Initiative und verdienten sich die Führung, die Sebastian Schubert von der Nord LB nach zwölf Minuten mit einem Schlenzer erzielte. Reeder-Keeper Heiner Thormälen war gegen diesen Schuss machtlos, hielt seine Vorderleute in der Folge mit einigen guten Paraden aber im Spiel. Für die Banker hätte in dieser Pahse mehr herausspringen können als nur der eine Treffer. Durch eine sehenswerte Kombination über die eingewechselten Patrick Barao Martins (MACS) und Alexander Stoldt (Orion Bulkers) gelang den Reedern noch vor der Pause der Ausgleich.

Reeder drehen nach der Pause auf

Stand die erste Spielhälfte noch ganz im Zeichen der Banker, wendete sich nach dem Seitenwechsel das Blatt. Nun waren es die Reeder, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Die Vertreter der Schifffahrt wirkten insgesamt frischer und wussten auf dem nassen Geläuf auch spielerisch zu überzeugen. Zudem nutzten sie die Fehler des Gegners eiskalt aus.

Die Reeder verdienten sich den 4:2-Sieg über die Banker aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang
Die Reeder verdienten sich den 4:2-Sieg über die Banker aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang. © Helmut Bosecke

Die logische Folge war die Führung durch Barao Martins. Lukas Oltmann, der zusammen mit Wilke Briese (Briese Schifffahrt) ein starkes Debüt feierte – und Kapitän Holger Strack von der Zech-Gruppe erhöhten verdientermaßen auf 4:1. Trotz dem Drei-Tore-Rückstand steckten die Banker aber nicht auf. Vor allem Neuzugang Maximilian Otto (Oceanis) zeigte mit zahlreichen Einzelaktionen, klugen Pässen und spielerischer Finesse ein tadelloses Debüt im Dress der Finanzvertreter.

Entsprechend gehörte die Schlussphase dann wieder den Bankern, die durch Julian Ramm (UniCredit) noch auf 2:4 verkürzen konnten. Das änderte jedoch nichts an der dritten Niederlage in Folge.

650 € Spenden für die Seemannsmission »Duckdalben«

Freuen durfte sich auch Margarethe Zink: Für ihre lautstarke Unterstützung während der Partie erhielt die über 80-jährige Besucherin, die als treuer Dauergast seit Jahren Teil der Veranstaltung ist, Freikarten für ein Spiel des Hamburger SV. Eine Flasche Gin Sul aus der Altonaer Spirituosen-Manufaktur ging in die Hände von Frank Jing (CMB Financial Leasing) aus Shanghai.

Das Event bot den Zuschauern jedoch nicht nur guten Fußball und viel Spaß, sondern auch die Möglichkeit, für einen guten Zweck zu spenden. Insgesamt kamen 650 € für die Seemannsmission »Duckdalben« zusammen. Jan Oltmanns, Leiter der Mission, bedankte sich noch vor Ort bei allen großzügigen Spendern. Das Geld wird nun in die Seefahrerbetreuung für die Seemannsmission investiert.