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Im Brunsbütteler Elbehafen hat Nauticor erstmals in einer Ship-to-Ship Bebunkerung ein Schiff mit Kraftstoff versorgt. Bislang erfolgte das per Lkw.

Der Laderaumsaugbagger »Scheldt River«, regelmäßig in Brunsbüttel zu Gast, hat seinen LNG-Nachschub vom Bunkerschiff »Kairos« übernommen. Es war eine Premiere für eine Betankung von Schiff zu Schiff in deutschen Gewässern. Bislang kam das gekühlte und verflüssigte Erdgas per Lkw aus Rotterdam. Insgesamt wurden 300 m³ von dem Baggerschiff übernommen.

Bislang wurde die der belgsichen DEME-Gruppe gehörende »Scheldt River« per Tank-Lkw betankt. Nachdem Nauticor und DEME Anfang Oktober einen Rahmenvertrag für die LNG-Versorgung durch die »Kairos« unterschrieben haben, war die erste Bebunkerung in einem deutschen Hafen zugleich der Auftakt für die Zusammenarbeit.

»Der Einsatz des weltweit größten LNG-Bunkerschiffes ›Kairos‹ ermöglicht eine flexible und zugleich sichere und effiziente Versorgung von Schiffen«, sagte Mahinde Abeynaike, Geschäftsführer von Nauticor. Diesen Service nutze inzwischen eine Vielzahl an Kunden, darunter Produktentanker, Containerschiffe, Fähren und nun auch ein Spezialschiff.

Durch den Einsatz von Bunkerschiffen können auch größere Schiffseinheiten ökologisch und ökonomisch sinnvoll mit signifikanten Mengen an LNG bedient werden. Frank Schnabel, Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports, sieht sich auf dem richtigen Weg Brunsbüttel als führenden LNG-Standort in Deutschland zu etablieren.

Die »Kairos«, betrieben von Nauticor, wurde vor rund einem Jahr fertiggestellt. Sie ist mit einem Tankvolumen von 7.500 t das größte LNG-Bunkerschiff der Welt. Die »Scheldt River« ist wiederum der weltweit erste LNG-getriebene Saugbagger und seit gut vier Wochen im Einsatz für die Elbvertiefung.