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Der Hamburger Senat will die Infrastruktur für Landstrom-Nutzung im Hafen deutlich ausbauen. Bürgermeister Tschentscher setzt dabei auch auf Hilfe aus Berlin.

Dem Senat geht es bei seiner heute angekündigten Initiative nicht nur um Kreuzfahrtschiffe. Auch die Containerschifffahrt soll verstärkt auf die verhältnismäßig umweltfreundliche Nutzung setzen können.

Bis 2022 sollen laut Tschentscher insgesamt zehn neue Landstromanschlüsse entstehen, so der SPD-Politiker. Er rechnet mit Investitionen von rund 76 Mio. €. Ungefähr die Hälfte davon soll vom Bund mitfinanziert werden. Allerdings gibt es noch keine finale Zustimmung dazu aus Berlin. Laut dem Bürgermeister sollen 43.000 t CO2 eingespart werden können, wenn die Anlagen 300 mal pro Jahr genutzt werden.

Landstrom, Hamburg
© HPA

Aus der Wirtschaft der Elbmetropole kam ein positives Echo auf die Pläne. André Mücke, Vizepräses der Handelskammer, begrüßte das Vorhaben als potenziell »wichtigen Baustein zur Emissionsreduzierung im Hamburger Hafen«. Hamburg könne zum Vorreiter werden. Mücke schränkte aber ein: »Wichtig ist es jedoch, dabei vor allem auf Anreize für eine freiwillige Nutzung zu setzen und sich weiter für eine europäische und internationale Harmonisierung der entsprechenden Rahmenbedingungen einzusetzen.«