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Die Hamburger Neue Schleppdampfschiffsreederei Louis Meyer will angesichts des harten Konkurrenzkampfes neue Wege gehen und sich als »Asset Provider« mit Leasing-Angeboten im Markt positionieren. Einen ersten Kunden gibt es bereits.

Mit dem kürzlich von der Damen-Gruppe abgelieferten Neubau »Peter Wessels« gehen die Unternehmen Emder Schlepp-Betrieb (ESB), deren Ursprünge bis in das Jahr 1859 zurückgehen, und Neue Schleppdampfschiffsreederei Louis Meyer neue Wege, heißt es in einem Statement: ESB ist der erste Kunde für das neue Geschäftsmodell von Louis Meyer als »asset provider«.

»Aufgrund der großen Veränderungen im Hafenschleppersegment haben wir eine Neuausrichtung des Geschäftes angestoßen, welche bedeutet, dass der Fokus nun auf dem Bereitstellen von Schleppertonnage auf Leasing-Basis besteht«, teilte Louis Meyer mit.

Man wolle weiterhin den Reederei-Betrieb fortführen, allerdings das Leasinggeschäft weiter ausbauen. Die »Peter Wessels« wird ausschließlich von ESB betrieben und stellt somit keinen aktiven Teil der LM-Flotte dar. Der Neubau mit ca. 63 t Pfahlzug sei perfekt auf den Einsatz im Hafen und Küstennähe ausgerichtet, damit stelle er das »proof of concept« für das neue Geschäftsmodell dar.

Nach einer Bareboat-Charterperiode übernimmt ESB den Schlepper in ihr Eigentum. LM-Geschäftsführer und Inhaber Edvin Kohlsaat sagte: »Der Seeschiffsassistenzmarkt hat sich durch die Konsolidierungswelle der letzten Jahre für uns extrem verschärft. Neugeschäft können wir nur dadurch generieren, dass wir umdenken und unser Know-how in neue Bahnen lenken. Wir entwickelten ein neues Konzept, das es so in dieser Form noch nicht gibt und freuen uns besonders, dass wir mit ESB ebenfalls eine traditionelle, familiengeführte Schlepperreederei als ersten Kunden begrüßen dürfen.«

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