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Nach über fünf Monaten auf See kehrt der Einsatzgruppenversorger »Berlin« der deutschen Marine morgen an die deutsche Küste zurück.

Eigentlich war das Schiff in einer sogenannten Unterstützungsmission der NATO unterwegs. Anfang April hatte die »Berlin« ihren Heimathafen Wilhelmshaven verlassen, um sich in der Ägäis der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) anzuschließen. Die Gruppe besteht in der Regel aus mehreren Zerstörern und Fregatten sowie einem Versorgungsschiff der Flotten verschiedener NATO-Mitgliedsstaaten – darunter immer ein Schiff aus Deutschland. Mit diesen Marineschiffen sind die Hauptfähigkeiten des Verbands vor allem Kontrolle und Schutz strategisch wichtiger Seewege.

Die »Berlin« hat nun in der Ägäis eng mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (Frontex) zusammengearbeitet. Hauptaufgabe war hierbei die Erstellung eines Lagebildes in der Region. Die Schiffe operieren sowohl auf hoher See als auch seit März 2016 in den Hoheitsgewässern beider Staaten.

Da die Corona-Pandemie Landgänge und sonstige Aktivitäten auch für Soldaten stark einschränkt, stellte die Besatzung in ihrem Einsatz einen neuen Rekord auf: »Sie haben die längste Zeit an Bord ohne Landgang in der Geschichte der Deutschen Marine verbracht«, teilte die Marine mit.

»Klar, im Vordergrund steht die Freude, wieder zu Hause zu sein. Immerhin haben wir aufgrund der Pandemie fünfeinhalb Monate in Isolation von der Außenwelt verbracht. Ich bin sehr stolz auf eine Besatzung die das diszipliniert und gelassen hinbekommen hat – und erstklassige Arbeit geleistet hat«, sagte Kommandant Stefan Klatt. Insgesamt legte der EGV hat in der NATO-Unterstützungsmission im Ägäischen Meer über 36.000 sm zurück.