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Die Hafenwirtschaft in Wilhelmshaven schaltet sich in die Debatte um eine Kooperation der deutschen Containerterminals mit deutlichen Worten ein.

Angesichts der starken Nordrange-Konkurrenz vor allem in Rotterdam und Antwerpen wird hierzulande immer wieder über eine Kooperation der deutschen Häfen gesprochen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die jeweiligen Branchenvertreter und Landesregierungen sind sich dabei allerdings nicht immer einig, aus Hamburg beispielsweise gab es nicht selten ein »Nein« zur Kooperation.

Aktuell verhandeln die Terminalkonzerne HHLA aus Hamburg und Eurogate – mit Standorten unter anderem in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven – über eine (Teil-)Zusammenlegung ihrer Geschäfte.

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An der Jade sieht man sich mit seinen Rahmenbedingungen sehr gut aufgestellt, um die Kooperation aktiv mitzugestalten. »Der Wilhelmshavener Hafen ist optimal aufgestellt, um unter den deutschen Seehäfen eine dominante Rolle zu übernehmen und damit auch gegenüber den ARA-Häfen gut gerüstet dazustehen«, heißt es heute in einem Statement der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung (WHV).

Mit 23,1 Mio. t Umschlag im Jahr 2019 sei man bereits der drittgrößte Hafen der Bundesrepublik und seit Bestehen als Handelshafen auch der einzige deutsche Tiefwasserhafen und – mit Blick auf den Öl- und Bulk-Umschlag – »selbstverständlich Energiedrehscheibe Deutschlands«.

Am 2021 eröffneten JadeWeserPort für das Containergeschäft stehen an einer 1725 m langen Anlegezone und auf 130 ha Fläche Umschlaganlagen zur Verfügung. »Damit ist der CTW hervorragend geeignet, bei den Verhandlungen über die Zusammenarbeit der Containerhäfen der Bundesrepublik (Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven) maximal berücksichtigt zu werden und eine Alternative zu den ARA-Häfen zu sein«, sagte WHV-Präsident John H. Niemann. Das, so wünsche er es sich, werde hoffentlich zukünftig von politischen Entscheidungsträgern zum Hafenstandort Deutschland berücksichtigt.

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