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Knut Gerdes, Vorstandsvorsitzender des Maritimen Cluster Norddeutschland (© MCN)
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Die Herausforderungen für die maritime Branche in Deutschland sind mannigfaltig. Für Knut Gerdes, den Vorsitzenden des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) ist klar: es geht nur gemeinsam auf breiter Basis.

»Auch wenn der Hut nun ein anderer ist, und ich keinem Wirtschaftsunternehmen mehr vorstehe, sondern beim MCN einen gemeinnützigen Verein leite, ist die Arbeit doch sehr ähnlich. Wir müssen ständig am maritimen Cluster arbeiten, es fit halten. Wir möchten es auch weiter zukunftsfähig aufstellen, da sind wir im ständigen Dialog«, sagt Knut Gerdes, Vorsitzender des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) in der aktuellen Folge des HANSA Podcasts.

Seit November 2020 ist Gerdes Vorsitzender des Vereins. Der seit 40 Jahren in der Seefahrt aktive Manager, zuletzt bei AG Ems für Ems Offshore und Windea Offshore tätig, ist überzeugt, dass man in der maritimen Wirtschaft am besten gemeinsam arbeiten sollte. »Daher ist eine breite maritime Allianz noch immer ein großer Wunsch von mir, in der wir mit anderen Branchenverbänden und Institutionen mehr erreichen«, sagt Gerdes. Themen gebe es genug: Digitalisierung, Cyber Security, Meeresbergbau, erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, demografischer Wandel und Fachkräftemangel. Diese müsse man auf breiter Basis gemeinsam als Branche angehen.

Der Cluster-Gedanke ist in Deutschland noch ausbaufähig. »Es ist schwierig, dass man hier manchmal Mauern zieht, die man vielleicht gar nicht braucht«, sagt Gerdes. Allerdings müsse man sich in der Hinsicht zumindest in Norddeutschland nicht vor anderen europäischen Wettbewerberländern verstecken. Es gebe durchaus Beispiele auch aus der Projektarbeit des Verbands, wo Wettbewerber kooperieren und daraus ihre jeweils eigenen Vorteile ziehen können.

Einem rein nationalen Ansatz erteil Gerdes eine Absage. Die Internationalisierung steht schon auf der Agenda des Vereins. »Es macht überhaupt keinen Sinn, deutsch oder norddeutsch zu denken. Der Wettbewerb findet ja nicht in Deutschland statt, sondern meistens im europäischen Bereich oder global.«

Das vollständige Interview können Sie im HANSA Podcast nachhören.